Uber bestellen, einsteigen, losfahren. So oder so ähnlich haben die meisten von uns es wohl schon gemacht. An diesem Prozess soll sich auch künftig nicht viel ändern, doch trotzdem könnten unsere Uber-Fahrten bald schon ganz anders aussehen als heute. Nachdem der MVV bereits autonome Busse in München testet, will der Fahrdienstleister aus San Francisco bald nachrücken. 2026 sollen die ersten Tests mit Robotaxis in unserer Stadt erfolgen.
Autonom unterwegs mit den Robotaxis

Schon jetzt testet Uber die ersten autonomen Fahrzeuge in anderen Städten, wie Abu Dhabi, Dubai, Riyadh, Atlanta, Austin und Dallas. Heuer soll der europäische Markt dazu kommen, darunter London, Madrid, Zürich und München. Uber möchte gemeinsam mit seinem chinesischen Partner Momenta sogenannte Level-4-Tests im autonomem Fahren durchführen.
Das bedeutet, dass die Robotaxis innerhalb eines zuvor definierten und begrenzten Bereichs ihre Testfahrten durchführen. Während der Testphase solle außerdem immer ein Fahrer im Auto sitzen, der wenn nötig eingreifen könnte. Vor dem Start gibt es einige behördliche Auflagen und Genehmigungen, die vorab erfüllt und erteilt werden müssen. Diese liefen laut Momenta bereits; ein konkretes Startdatum gibt es bisher nicht.
München als Automobil-Standort

München als Ort für die Tests biete sich Uber zufolge idealerweise an, da es über eine lange Ingenieurstradition verfüge und Offenheit gegenüber technologischer Innovation zeige. Außerdem verfüge die Stadt ein erstklassiges Automobil-Ökosystem, was nicht zuletzt an Hersteller BMW liegt, der hier beheimatete ist. Das chinesische Technologie-Unternehmen Momenta ist bereits Partner von BMW und auch von Mercedes-Benz. Beide nutzen dessen Fahrassistenzsysteme.
Momenta hat in China bereits einige Robotaxis im Einsatz und ist einer von 20 Partnern, mit dem Uber kollaboriert, um autonomes Fahren auf die Straße zu bringen. Wer in den anderen europäischen Städten mit Uber zusammen an den Test arbeiten wird, wird sich erst noch zeigen. Doch die Konkurrenz schläft nicht: Ride-Hailing-Anbieter Lyft will heuer gemeinsam mit Baidu-Tochter Apollo Go Robotaxis anbieten. Und auch der kroatische Hersteller Rimac plant einen Service für Robotaxis in 2026. Es bleibt spannend, ob bald führerlose Fahrzeuge durch die Münchner Straßen rollen und uns in unser Lieblingscafé oder zum Sport bringen.