Ob Bergsee, Stausee oder Baggersee, in und um München haben wir sie alle. Ihr müsst euch nicht zwischen natürlichem oder künstlichem Gewässer entscheiden, sondern könnt euch durch alle Typen durchprobieren. Eine besonders hohe Vielfalt an möglichen Aktivitäten bietet euch dabei der Forggensee im Allgäu, der sowohl zum Sporteln als auch zum Entspannen einlädt. Darüber hinaus strotzt die umgebende Region nur so vor Sehenswürdigkeiten, sodass ihr auch einen Kurzurlaub statt eines Tagestrips hierher unternehmen könnt.
Die Dörfer im Füssener See

Der Forggensee ist mit einem Speichervolumen von 168 Kubikmetern der größte Stausee Deutschlands und der fünftgrößte See in Bayern. Als Speicher für den Lech dient er der Stromerzeugung und dem Hochwasserschutz. Beim Forggensee handelt es sich zwar um einen künstlichen Stausee, jedoch liegt er in einem Becken, das nach dem Ende der Würmeiszeit entstand. In diesem befand sich einst der Füssener See, der noch größer war als der heutige Forggensee. Mit der Zeit verlandete er jedoch und zurück blieb das Becken, in welchem man im 20. Jahrhundert den Stausee anlegte, um das Wasserkraftwerk am Lech speisen zu können.
Um den Lechspeicher fluten zu können, mussten die zu Schwangau gehörenden Ortschaften Brunnen, Deutenhausen und Forggen weichen, sowie weitere einzelne Gebäude. Mehrere hundert Menschen siedelten in diesem Zuge um, um den Stausee schaffen zu können, ähnlich wie beim Sylvensteinspeicher. Im Winter wird der Forggensee trocken gelegt und ihr könnt auf dessen Grund entlang der Römerstraße Via Claudi Augusta spazieren gehen und dabei die Überreste der Gebäude sehen. Es gibt sogar eigene Führungen, die euch mehr über die Geschichte der alten Dörfer verraten.
Ein Trip an den Forggensee

Vom 01. Juni bis 15. Oktober steht der Lechspeicher unter Vollstau. Zu dieser Zeit ist er eine beliebte Anlaufstelle als Naherholungsgebiet. Wenn ihr vor der Kulisse des Schloss Neuschwanstein segeln wollt, dann seid ihr am Forggensee richtig. Ihr könnt euch ebenso ein Tretboot oder ein Kanu leihen und damit über das Wasser schippern oder mit dem Board stand-up paddlen. Falls ihr lieber nur Passagier seid, steigt ihr auf eines der Schiffe, die euch über den See bringen und sich gut mit einer Wanderung kombinieren lassen. Entlang des Ufers gibt es mehrere Badestellen, an denen ihr euch im Sommer abkühlt.
Nicht nur der Forggensee selbst, sondern auch dessen Umgebung hat euch viel zu bieten. Neben dem berühmtesten Schloss der Welt könnt ihr auch dessen kleine Schwester Hohenschwangau besuchen. Füssen ist ebenfalls einen Abstecher wert und hier erwartet euch direkt ein weiteres Schloss. Von Füssen aus ist es nicht weit zum Lechfall, der mit seinen fünf Kaskaden ein wahrlisches Spektakel bietet. Kurz hinter dem Lechfall liegt wiederum der Forggensee, sodass sich der Kreis schließt.