München ist ein guter Startpunkt für Ausflüge an die spektakulärsten Orte Deutschlands. Von hier erreicht ihr den größten Berg, die tiefste Schlucht oder den höchsten Wasserfall in unter drei Stunden. Aber neben den Superlativen erwarten euch noch viele weitere schöne Naturdenkmäler und Landschaften, die ihr mit nur einem Tagestrip erkunden könnt. So braucht ihr nur ca. zwei Stunden mit dem Auto zur Almbachklamm, die euch mitnimmt auf wohl eine der schönsten Klammwanderungen Bayerns.
Vielfältiger Lebensraum

Die Almbachklamm entstand vor ca. 15.000 Jahren zum Ende der letzten Eiszeit und befindet sich im Berchtesgadener Land. Der namensgebende Almbach bahnt sich über mehrere Kaskaden seinen Weg durch die Schlucht und formt mehrere Strudelbecken. Er führt euch außerdem am Sulzer Wasserfall vorbei, welcher im Almbach mündet und mit 114 Metern der elfthöchste Wasserfall Deutschlands ist.
In der Klamm kommen Pflanzen aus verschiedenen Höhenlagen zusammen, was für einen einzigartigen Mix sorgt. Von Eschen über Moose und Algen bis hin zu Enzian und Alpenveilchen sind hier die verschiedensten Pflanzenarten vertreten. Hinzu kommen Tiere wie Insekten, Schmetterlinge, Salamander und sogar Gämse. Naturliebhabende kommen in der Almbachklamm also voll und ganz auf ihre Kosten.
Der Weg durch die Almbachklamm

Von Anfang Mai bis Ende Oktober steht euch die Almbachklamm zur Wanderung offen, wobei die genauen Termine witterungsbedingt schwanken können. Der Weg durch die Klamm wurde 1894 innerhalb eines Monat gebaut und führt euch auf 3 Kilometern durch einen Tunnel und über 29 Stege und 320 Stufen durch die Schlucht. Dabei führen die Stege teilweise direkt über das Wasser, sodass ihr auf den tosenden Wildbach hinunterblicken könnt. Im Sommer leuchtet sein Wasser türkis, was besonders schön aussieht.
Ihr könnt die Almbachklamm von beiden Seiten her betreten, doch die meisten starten an der Untersberger Mamorkugelmühle. Sie stammt aus 1683 und ist bis heute noch in Betrieb, was sie zum ältesten Exemplar Deutschlands macht. Der Almbach treibt die Mühle an, in der Untersberger Mamor verarbeitet wird. Am anderen Ende der Klamm befindet sich die Theresenklause, die ihren Namen der Gemahlin von Ludwig I. verdankt. Hinter der Klause stauen sich bis zu 15.000 Kubikmeter Wasser. Von hier aus könnt ihr nach Ettenberg weiterwandern oder ihr dreht um und durchschreitet noch einmal die wunderschöne Almbachklamm.