Sobald die Temperaturen im Frühling in München steigen, wird die Landeshauptstadt zum wohl schönsten Ort Deutschland. Gerade bei gutem Wetter lohnt sich die Natur rund um München sehr. Wo sonst liegen die höchsten Gipfel, malerische Seen und beeindruckende Wasserfälle in direkter Umgebung? Wer auf der Suche nach einem besonderen Tagesausflug ist, sollte sich den Röthbachfall einmal genauer ansehen.
Der Röthbachfall, ein Ort der Extreme

Der Röthbachfall liegt nicht direkt bei München, sondern ist das perfekte Ziel einer Tagestour tief in den Berchtesgadener Alpen. Wie viele Orte in den Alpen liegt auch hier ein Rekord: Mit einer Gesamthöhe von ca. 470 Metern ist der Röthbachfall der höchste Wasserfall Deutschlands.
Er stürzt in zwei Stufen über die fast senkrechte Felswand der sogenannten „Röth“ hinunter in den Talkessel hinter dem Obersee. Der Anblick der massiven Felswand, gepaart mit dem smaragdgrünen Wasser des Obersees im Vordergrund, ist eines der meistfotografierten Motive Bayerns. Und das Beste: Gerade jetzt im Frühling lohnt sich der Besuch, denn nach der Schneeschmelze fließt hier nun besonders viel Wasser.
Eine abenteuerliche Anreise

Die Anreise zum Röthbachfall ist nicht ganz einfach. Er ist nur zu Fuß und per Boot erreichbar. Es führt keine Straße dorthin, was ihm trotz seiner Bekanntheit eine fast mystische Atmosphäre bewahrt. Der Weg dorthin ist schon ein kleines Abenteuer.
Von München aus benötigt ihr ca. 2 Stunden Fahrt zum Königssee. Diesen müsst ihr überqueren: Per Schiff geht es bis zur Saletalm. Von dort aus könnt ihr euch dann auf den Weg um den Obersee machen. Diese kleine, etwa 3 Kilometer lange Wanderung führt entlang steiler Felswände zur Fischunkelalm. Hinter der Almfläche durchlauft ihr noch ein kleines Waldstück. Dann habt ihr es geschafft: Der Anblick des herabstürzenden Wasser des Röthbachs macht die Anreise sicher wett.
Und falls euch das noch nicht reicht: Gleich um die Ecke liegt der zweithöchste Wasserfall Deutschlands. Der Landtalgraben-Wasserfall liegt etwa 700 Meter weiter nördlich, ergießt sich aber in dasselbe Becken wie der Röthbachfall.