München zählt nicht umsonst zu den Kulturhauptstädten Deutschlands. Wie in kaum einer anderen Stadt gibt es unzählige Freizeitangebote, zu denen auch die vielen Museen der Stadt gehören. Hier kann man nicht nur bedeutende Kunst aus aller Welt erleben, auch naturwissenschaftliche Museen oder Geschichtszentren tragen zu Münchens beeindruckender Kulturszene bei. Einige dieser Häuser besucht ihr sonntags für nur 1€, was sie besonders für Sparfüchse attraktiv macht. Doch es geht noch besser: In München könnt ihr sogar ganz umsonst ins Museum. Wir zeigen euch einige der Häuser, wo das möglich ist.
Rathausgalerie

Wolltet ihr schon immer mal einen Blick in das Rathaus werfen? Die Rathausgalerie macht es möglich. Im Münchener Rathaus kann man eine der bestbesuchtsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst erleben und dabei das historische Gebäude von innen bewundern. In der Galerie präsentieren lokale Künstlerinnen und Künstler ihre Qualität und vielfältigen Kunstwerke immer von März bis November.
Paläontologisches Museum

Hier könnt ihr einen Dinosaurier aus direkter Nähe bewundern: Im öffentlich zugänglichen Teil der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie werden Fossilien von Tieren und Pflanzen aus allen Epochen der Erdgeschichte dargestellt. Dazu gehören zum Beispiel jahrhundertalte Mammutbäume und das Skelett des größten bayrischen Dinosaurier Plateosaurus. Selten kann man die Entwicklungsgeschichte der Erde und des Lebens besser erleben als in diesem kostenlosen Museum.
Kunstarkaden

Experimenteller kann man Kunst wohl kaum erleben – in den Münchener Kunstarkaden zeigt die junge, lokale Kunstszene, was sie kann. Die Bilder, Skulpturen, Comics oder Filme stammen aus allen Richtungen der bildenen Kunst. Die Arkaden selbst bezeichnen sich auch als „Laboratorium zeitgenössischer Kunst“, denn junge Kunstschaffende sollen hier besonders gefördert werden und ihnen eine Plattform geboten werden. Hier könnt ihr möglicherweise den Kunststars von morgen direkt begegnen!
Biotopia Lab

Im Biotopia Lab trifft sich Wissenschaft, Kunst und Design ganz umsonst im Münchener botanischen Garten. Hier sieht man nicht nur verschiedene Ausstellungen, sondern kann auch gleich mitmachen: Es gibt Experimentier-Workshops, ihr könnt einem VR-Flugsimulator ausprobieren und mit der Reihe „Rätselhafte Objekte“ auf Spurensuche gehen. Wissenschaft könnte kaum lebendiger sein. Gleichzeitig bietet das Biotopia Lab einen Einblick in den Entstehungsprozess des zukünftigen Naturkundemuseum Bayern. Im Winter spart ihr euch außerdem auch den Eintritt in den botanischen Garten selbst, sodass ihr wirklich vollkommen umsonst ins Museum kommt.
Galerie Bezirk Oberbayern

Hier gilt das Motto „Kunst inklusive“. Die Galerie Bezirk Oberbayern zeigt seit 1998 zeitgenössische Kunst aller Arten. Das Besondere dabei: Künsterlinnen und Künster mit und ohne Behinderung sind gemeinsam an den Ausstellungen beteiligt. Die dreimal jährlich wechselnden Doppelausstellungen sind so aufgebaut, dass sie für Menschen mit Einschränkungen genauso gut erlebbar sind wie ohne. Ihr könnt direkt mit den Künstlern in Kontakt treten und kommt umsonst ins Museum, um an Tastfühungen und Workshops teilnehmen.
Maximiliansforum

Vielleicht seid ihr über diesen Kunstraum schon ganz zufällig gestolpert: Das Maximiliansforum ist ein öffentliches Projekt direkt in der Fußgängerunterführung unter der Kreuzung Maximiliansstraße/Altstadtring. Hier könnt ihr beeindruckende Installationen erleben, an Workshops teilnehmen oder die Performances von verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern erleben. Da dieses besondere Museum rund um die Uhr öffentlich und kostenlos zugänglich ist, ist das Forum zu einem der wichtigsten Plätze für die Kunstszene Münchens geworden.
Lothringer 13 Halle

Mitten in einer alten Fabrikhalle in Haidhausen befindet sich die Lothringer 13 Halle. Heute wird das über 700 Quadratmeter große Gelände für schöneres als die Industriearbeit genutzt: es gibt wechselnde Ausstellungen über zeitgenössische Kunst zu sehen. Hier haben schon international beachtete Künsterlinnen und Künstler mit ihren Werken beeindruckt. Aber auch lokale Projekte stoßen immer wieder auf Anerkennung. Wer dieses Museum besuchen will, kann die ganze Ausstellung kostenlos genießen.
Münchener Kaiserburg

Sie ist der älteste Herrschaftssitz der herzoglichen Familie in München: die Kaiserburg am Alten Hof. Sie war die erste Burg der Wittelbacher in München, die die Stadt wie kaum eine andere Herrschaftsfamilie prägte. Heute kommt ihr hier umsonst ins Museum und könnt die Burg bewundern. Wer unter der spätgotische Gewölbehalle steht, kann hautnah erleben, wie Kaiser Ludwig der Bayer hier gelebt hat. Eine Dauerausstellung zeigt die Stadtgeschichte Münchens, außerdem gibt es interaktive Mitmachstationen und verschiedene Filme.
Monacensia im Hildebrandhaus

Die Monacensia gilt als „literarisches Gedächtnis“ der Stadt München. In dieser berühmten Bibliothek und Künstlervilla kann man in über 150.000 Bänden die Geschichte der Stadtliteratur erstöbern. Unter den Schätzen des Archivs gehören zum Beispiel die kompletten Nachlässe von Klaus und Erika Mann und über 800 Briefe und Manuskripte von Thomas Mann. Gleichzeitig gibt es eine Dauerausstellung über die Geschichte des Hildebrandhaus und verschiedene Sonderausstellungen. Ein weiteres Highlight: Der frei zugängliche Lesegarten bietet den perfekten Ort, um sich zum Lesen zurückzuziehen oder anderen Autorinnen und Autorin persönlich bei der Arbeit zu begegnen.

Das Kunstmuseum Lenbachhaus beherbergt die weltweit größte Sammlung der Kunst des Blauen Reiter. Dazu gehören zum Beispiel Meisterwerke von berühmten Künstlern wie Paul Klee oder Wassily Kandinsky. Außerdem präsentiert das Museum weitere bekannte Kunstwerke aus dem 19. Jahrhundert, der Klassischen Moderne, der Nachkriegsmoderne und der Gegenwart. Besonders ist auch der wunderschöne Garten des Lenbachhauses. Diesen könnt ihr während der Öffnungszeiten kostenlos besuchen. Aber auch das Museum selbst lädt euch ein: Jeden ersten Donnerstag im Monat von 18 bis 22 Uhr öffnet es mit extra+ eure Pforten für euch. Bei freiem Eintritt wandelt ihr durch die Ausstellungen und genießt DJ-Beats mit Drinks.
Amerikahaus

Die weite Welt muss gar nicht so weit weg sein: Alles, was sich um die USA, Kanada und Lateinamerika dreht, wird im Münchener Amerikahaus geboten. Das Museum möchte die transatlantische Verbundenheit in aller Vielfalt vermitteln. Neben regelmäßigen Ausstellungen können Besucher hier die Bibliothek nutzen, an Konzerten, Lesungen oder Diskussionsrunden teilnehmen oder sogar auch einen Auslandsaufenthalt planen. Das Veranstaltungsprogramm ist so bunt wie die Vielfalt der amerikanischen Länder: Dazu gehörten schon Vorträge über den Weg der Obamas ins weiße Haus oder die Entwicklung der Trans-Kultur in Amerika – und das bei freiem Eintritt.
NS-Dokumentationszentrum

Das NS-Dokumentationszentrum in München ist ein Ort zum Erinnern und Lernen. Das Museum möchte die Geschichte des Nationalsozialismus mit Blick auf die Gegenwart und Zukunft vermitteln. Die historische Ausstellung „München und der Nationalsozialismus“ verteilt sich über ganze drei Stockwerke. Darüber hinaus gibt es verschiedene Führungen, Workshops und Seminare, in denen aktiv über Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung aufgeklärt wird. Regelmäßig werden dazu nationale und internationale Gäste und Kooperationspartner aus der Wissenschaft, Kunst und Kultur eingeladen. Die schwierige Vergangenheit wird hier so lebendig wie möglich beleuchtet.
Bayrische Staatsbibliothek

Die Bayrische Staatsbibliothek ist die größte wissenschaftliche Universalbibliothek Deutschlands. Und sie ist schon von Außen ein beeindruckender Blickfang: Das gesamte Gebäude ist historisch einmalig, allein das Prachttreppenhaus ist den Besuch wert.vWer hierher kommt, muss aber nicht zum studieren oder forschen bleiben. Im Obergeschoss zeigen jährlich wechselnde Ausstellungen den ganzen Umfang der Bibliothek, dazu gehören beispielsweise eine bedeutende Handschriftensammlung als UNESCO-Weltkulturerbe oder zahlreiche Fotoarchive von wichtigen Persönlichkeiten.
Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke

Einen Abstecher ins antike Griechenland und Rom gefällig? Das Museum für Abgüsse klassische Bildwerke zeigt eine große Fülle an antikem Plastik vom 8. Jahrhundert vor Christus bis zum 5. Jahrhundert nach Christus. Hier gibt es rund 2.000 Repliken griechischer und römischer Skulpturen und Reliefs von Aphrodite bis Julias Caesar in voller Größe zu sehen. Wer schon immer einmal Proportionen genauer studieren wollte, ist hier genau richtig. Neben der beeindruckenden Dauerausstellung gibt es auch regelmäßige Sonderausstellungen zu archäologischen, kunsthistorischen und kulturgeschichtlichen Themen – Grund genug, um hier umsonst ins Museum zu gehen.

Die Villa Stuck ist ein von Franz von Stuck gestaltetes Gesamtkunstwerk, das innen wie außen sehenswert ist. Wenn ihr also nicht nur Kunst sehen, sondern gleich in ein kunstvoll gestaltetes Ambiente eintauchen wollt, solltet ihr hier vorbeischauen. Das von Franz von Stuck selbst entworfene Wohnhaus, Atelier und Museum zeigt eine Dauerausstellung zu seinem Werk sowie wechselnde Sonderausstellungen. Außerdem entdeckt ihr prächtig ausgestattete Jugendstilräume, den restaurierten Skulpturengarten sowie das neue Café. Jeden ersten Freitag im Monat könnt ihr hier bei Friday Late umsonst ins Museum und euch ab 17 Uhr von diesem herrlichen Bau begeistern lassen.

Die Borstei für sich ist schon ein Kunstwerk und nimmt euch mit in eine eigene kleine Welt. Hier wandelt ihr durch die herrlichen Gärten und idyllischen Häuser im wohl außergewöhnlichsten Viertel Münchens. Neben diverser Läden, Dienstleister und Arztpraxen gibt es hier auch ein eigenes Museum. Es gilt als das kleinste Museum der Stadt und bringt euch die Geschichte und Entwicklung der Borstei näher. Der Eintritt ist frei, jedoch müsst ihr euch vorher anmelden.