Es sollte kein gewöhnlicher Montag im unterfränkischen Pennymarkt in Burgsinn werden. Etwa 50 Schafe stürmten am Vormittag die Filiale und sorgten für eine große Überraschung und vor allem für Erheiterung. Der Discounter nutzte die Chance für eine kreative Marketingkampagne, die in den sozialen Medien ihre Runden macht.
Erstmal zu Penny: Schafe auf Abwegen

Schäfer Dieter Michler wollte seine Herde eigentlich vom örtlichen Industriegebiet Richtung Fluss treiben. Unterwegs blieben einige Schafe jedoch stehen, um zu fressen, und verloren dadurch den Anschluss an ihre Herde. Stattdessen erblickten sie eine Kundin auf dem Parkplatz der örtlichen Penny-Filiale. Eventuell vermuteten sie in deren Tasche Kraftfutter oder Lecksalz, woraufhin sie ihr in den Laden folgten.
Die Mitarbeitenden wie Kunden waren von dem Ansturm natürlich überrascht. Die Schafe hielten sich vor allem im vorderen Kassenbereich auf, wo sie zwar für Dreck sorgten, aber sonst keinen größeren Schaden anrichteten. Die Obst- und Gemüseabteilung plünderten sie glücklicherweise nicht. Die Mitarbeitenden das Markts versuchten zunächst, die Tiere wieder nach draußen zu schieben. Als das misslang, begannen sie auf die Kassen zu schlagen. Durch den Lärm aufgeschreckt, flüchteten die Schafe wieder nach draußen.
Tierischer Social-Media-Erfolg
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Nachdem die Schafe das Feld wieder geräumt hatten, machten die Mitarbeitenden des Pennys sauber und der normale Betreib kehrte wieder ein. Am Dreikönigstag erfolgte außerdem eine Grundreinigung durch eine externe Firma. Schäfer Michler wollte für den entstandenen Schaden aufkommen, doch der Penny lehnte ab. Der Discounter nahm den Vorfall mit Humor und begriff darin seine Chance auf einen viralen Social-Media-Hit.
So erhielten die Schafe aus Michlers Herde Gemüse aus der betroffenen Filiale, die sie natürlich in einer Penny-Tüte serviert bekamen. Dazu kamen Posts mit Schaf-Wortspielen, wie „määäh-ga Preise“ und „Feel-good Määäh-nager“, und ein Schaf ziert seit dieser Woche das Profilbild von Penny Deutschland. Nun will der Discounter auch die Patenschaft für die Schafe aus Michlers Herde übernehmen, wozu deren Versorgung mit Futter gehört.