Im Sommer im Olympiapark auf dem Hügel sitzen und den Konzerten lauschen, während man mit Freunden seine Brotzeit genießt, ist eine absolute Kernerfahrung als Münchner. Sie gehört ebenso zum Leben in dieser Stadt dazu, wie den Sonnenuntergang auf der Hackerbrücke zu beobachten. Doch 2026 müsst ihr auf diese Erlebnisse leider verzichten, denn im Rahmen der Sanierung des Olympiastadions geht es dieses Jahr an das Dach. Auf Open-Air-Konzerte müsst ihr glücklicherweise trotzdem nicht verzichten, denn es gibt eine Ausweichmöglichkeit.
Die Sanierung des Olympiastadions: 300 Mio. für das Dach

Das Zeltdach des Olympiastadions zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Münchens und kann im Rahmen einer Führung sogar von euch begangen werden. Zuletzt wurde es in den 1990ern saniert und das Plexigals ausgetauscht. Da das Material nur eine Haltbarkeit von etwa 25 Jahren vorweisen kann, war damals schon klar, dass eine erneute Sanierung des Olympiastadions in den 2020ern unumgänglich ist. Nun ist dieser Zeitpunkt gekommen und das Stadion bleibt heuer bis auf Weiteres geschlossen. 300 Millionen Euro soll die Sanierung des Dachs kosten, dreimal so viel wie ursprünglich veranschlagt.
Bereits 2023 begannen die ersten Bauarbeiten am Stadion, die Veranstaltungen blieben davon jedoch noch verschont und fanden wie gewohnt statt. Nun führte jedoch kein Weg mehr um die Schließung herum. Von Ende 2025 an bis voraussichtlich Frühjahr 2027 bleibt das Olympiastadion zu, wobei die Arbeiten am Dach etwa Mitte 2026 starten werden. Der Olympiaturm öffnet ebenfalls Anfang 2027 wieder seine Pforten für Besuchende.
Open-Air-Konzerte in der Allianz-Arena

Trotz der Schließung des Olympiastadions werdet ihr heuer nicht auf große Open-Air-Konzerte verzichten müssen. Die Allianz-Arena in Frötmanning, in der der FC Bayern-München beheimatet ist, dient als Ausweichort. Letztes Jahr fand mit dem Auftritt von Guns N’Roses bereits ein erster Probelauf statt. Da die Allianz-Arena eigentlich für Fußballspiele konzipiert ist, stellt die Austragung von Konzerten eine Umstellung dar. Der Rollrasen muss entfernt werden, der Einlass anders geregelt, da das Publikum sich nicht nur auf den Rängen, sondern auch vor der Bühne, also quasi mitten auf dem Spielfeld, befindet.
Der Test im letzten Jahr zeigte, dass die Organisation bereits super klappt, an der Akustik hapert es hingegen. Die Allianz-Arena könne nicht mit dem Olympiastadion mithalten, meinten einige der Konzertgänger. Wie das Fazit in diesem Jahr ausfällt, wenn wir einen ganzen Open-Air-Sommer hinter uns haben, wird sich zeigen. Für 2026 sind u. a. Linkin‘ Park, Helene Fischer, die Foo Fighters und The Weeknd angekündigt. Wann und wo ihr auf dem Superbloom feiern könnt, steht derzeit noch aus, es soll aber in jedem Fall wieder stattfinden. Um den Konzerten während der Sanierung des Olympiastadions trotzdem kostenlos lauschen zu können, könnt ihr euer Glück auf dem Frötmanninger Berg neben der Allianz-Arena versuchen. Darüber hinaus finden natürlich weiterhin Konzerte in der Olympiahalle sowie auf dem Tollwood Festival statt.