München ist zweifellos eine schöne Stadt und bietet alleine durch seine schiere Größe viel zu entdecken. Trotzdem sehnt man sich irgendwann nach Abwechslung und zieht einen aus der Isarmetropole heraus. Glücklicherweise gibt es zahlreiche beschauliche Städte und Dörfer in der Nähe von München, die man auf einem Tagestrip besuchen kann. Dazu gehört auch Rosenheim, was den meisten von euch wahrscheinlich als Durchfahrtsort bekannt ist. Doch statt hier nur auf dem Weg nach Salzburg oder Verona halt zu machen, solltet ihr unbedingt einmal die Stadt selbst besuchen. Denn mit ihren bunten Fassaden und weitläufigen Plätz ist sie auf jeden Fall einen Abstecher wert.
Wichtiger Handels- und Verkehrsweg

Rosenheim entstand etwa um 1234, zur selben Zeit wie die Burg Rosenheim. Von Beginn an war die Stadt durch ihre Lage an der Mangfallmündung ein wichtiger Knotenpunkt auf den Handelsrouten zwischen München, Salzburg und Innsbruck. Rosenheim selbst war bis in die 1950er Jahre Salzproduzent, was dem Ort weitere wirtschaftliche Relevanz verlieh. Darüber hinaus wurde er schon recht früh an die Eisenbahn angeschlossen, sodass ihm als Verkehrsweg weiter Bedeutung zufiel.
Auch heute ist Rosenheim nach wie vor ein wichtiger Knotenpunkt auf den Bahnwegen München – Salzburg und München – Verona. Doch obwohl wahrscheinlich die meisten von euch Rosenheim schon einmal passiert haben und es nur 30 Minuten Bahnfahrt von München entfernt liegt, haben sicher nur Wenige die Stadt selbst besucht. Dabei ist Rosenheim ein wirkliches Schmuckstück und hat viel zu bieten.
Wie aus dem Bilderbuch

Das Zentrum von Rosenheim bildet der Max-Josefs-Platz, der bereits seit dem Mittelalter besteht und ursprünglich ein Marktplatz war. Heute ist er eine Fußgängerzone, in deren Mitte der Nepomukbrunnen prangt. Der Platz selbst ist umringt von bunten Bürgerhäusern im Inn-Salzch-Stil, der sich durch hohe Arkadenbögen und kleine Erker auszeichnet. Diese entstanden nach einem Brand im Jahre 1641 und sind heute prägend für das Stadtbild. Besonders augenfällig ist das Haus 20, das als einziges Bürgerhaus in ganz Rosenheim mit einer Rokoko-Fassade. An den Max-Josefs-Platz schließt der Ludwigsplatz an, den ebenfalls hübsche Bürgerhäuser umgeben. Zwischen den beiden Plätzen liegt das Mittertor, das einzige von ursprünglich fünf Toren, das noch erhalten ist.
Südlich des Max-Josefs-Platz liegt der Gillitzerblock, den der Münchner Unternehmer Thomas Gillitzer erbauen ließ. Dieser beeindruckt mit seiner prachtvollen, neubarocken Fassade. Er befindet sich in der „kleinen Fußgängerzone“, in welcher ihr wunderbar shoppen könnt. Möchtet ihr stattdessen etwas Natur tanken, stattdessen dem Riedergarten einen Besuch ab, wo im Juni die Rosen blühen. Krimifans kommen bei einem Besuch in Rosenheim voll auf ihre Kosten, denn die Stadt ist Schauplatz der bekannten Serie „Die Rosenheim-Cops“. Auf thematischen Stadtführungen könnt ihr die Drehorte der Serie selbst entdecken und erfahrt Details von hinter den Kulissen.