Die Gewerkschaft Verdi ruft erneut zum Streik auf. Nachdem erst der ÖPNV Anfang Februar und kurz darauf auch der Öffentliche Dienst ihre Arbeit niedergelegt hatten, kommt es Ende dieser Woche bereits zum dritten Streik in diesem Monat. Dieses Mal werdet ihr den direkt zwei Tage nur eingeschränkt mit dem öffentlichen Nahverkehr fahren können. In ganz Bayern sind insgesamt 13 Städte und Kommunen betroffen.
Wichtiges zum MVG-Streik

Der MVG-Streik fällt dieses Mal auf Freitag, den 27. Februar und Samstag, den 28. Februar. Damit ist erstmals nicht nur ein Arbeitstag, sondern auch das halbe Wochenende betroffen. Wie bei den letzten beiden Streiks betrifft der Stillstand wieder in erster Linie die Tram und die U-Bahn. Auf den Buslinien sind teilweise Fahrer privater Unternehmen tätig, sodass es hier zu geringeren Einschränkungen kommt. Des weiteren fährt die S-Bahn regulär, da diese zur DB gehört und somit nicht vom MVG-Streik betroffen ist. Letztlich hängt das Ausmaß der Arbeitsniederlegung auch von der Streikbereischaft der Mitarbeitenden ab. Dies ließe sich nicht vorhersehen, die MVG arbeite aber in jedem Fall an einem Notfallfahrplan, so ein Sprecher des Verkehrsunternehmens.
Mehrere Städte in Bayern betroffen

Nicht nur in München legen die Angestellten im ÖPNV ihre Arbeit nieder, auch in anderen Städten und Gemeinden Bayerns ruft Verdi zum Streik auf. Betroffen sind mit München Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt die größten Städte des Bundeslandes. Darüber hinaus soll es auch in Fürth, Bamberg, Passau, Landshut, Schwabach, Bayreuth, Schweinfurt und Dachau zu Einschränkungen kommen. In anderen Teilen Deutschlands wird es voraussichtlich ebenfalls Streiks geben.
Nach der letzten Verhandlungsrunde Mitte Februar waren sich Verdi und die Arbeitgeber nach wie vor nicht einig. Die Forderungen von Verdi seien nicht finanzierbar und daran würden auch erneute Streiks nichts ändern. Die Gewerkschaft pocht hingegen auf ihre Forderungen und glaubt sehr wohl, mit dem Stillstand etwas bewirken zu können. Ob sie damit recht behalten soll, könnte sich eventuell in der nächsten Verhandlungsrunde am 09. März zeigen.