Eine neue Woche, ein neuer Streik: Nachdem die MVG erst am Montag, den 02. Februar für Stillstand im Münchner Nahverkehr sorgte, folgt am Dienstag der öffentliche Dienst. Die Gewerkschaft Verdi befindet sich derzeit in Tarifverhandlungen und ruft in diesem Zuge erneut zu einem bundesweiten Streik auf. Auch in München werden zahlreiche Einrichtungen betroffen sein. Am Mittwoch soll dann auch der ÖPNV erneut bestreikt werden.
Wer streikt am Dienstag in München?

Aufgrund des derzeitigen Tarifkonflikts fordert die Gewerkschaft Verdi ihre Mitglieder zum Streik auf. Am kommenden Dienstag, den 10. Februar, sollen verschiedenen Einrichtungen des öffentlichen Diensts ihre Arbeit niederlegen, darunter Hochschulen, Kliniken, Theater, Museen und Bibliotheken. Des weiteren ruft die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zu einem bayernweiten Streik auf.
In München sind folgende Einrichtungen betroffen:
- Münchner Universitätskliniken Klinikum rechts der Isar (TUM)
- Klinikum Großhadern & Sendlinger Tor (LMU)
- Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)
- Technische Universität München (TUM)
- Hochschule für angewandte Wissenschaften München
- Hochschule für angewandte Wissenschaften Weihenstephan-Triesdorf
- Studierendenwerk München
- Deutsches Museum
- Bayerische Staatsbibliothek
- Bayerisches Hauptstaatsarchiv
- Hochschule für Fernsehen und Film (HFF)
Weitere Einrichtungen wie das Gärtnerplatztheater, die Staatsoper, das Prinzregententheater und die Autobahndienststellen sind ebenfalls aufgerufen. Diese haben eine Teilnahme am Tarifstreik bisher nicht bestätigt.
Streik an den Kliniken und im MVG

Die beiden Universitätskliniken planen bereits ab Montag, den 09. Februar ihre Arbeit teilweise niederzulegen. Trotzdem wird eine entsprechende Notfallversorgung gewährleistet, die in entsprechenden Notfallvereinbarungen festgehalten wurde. Es wird jedoch zu Einschränkungen im regulären Betrieb kommen. So könnten beispielsweise nicht dringende Operationen verschoben werden.
Am Mittwoch, den 11. Februar soll außerdem ein weiterer Streik im Münchner und Nürnberger ÖPNV erfolgen. Damit kommt der MVG ein weiteres Mal zum erliegen. Vor allem in der Früh ist mit Einschränkungen bei U-Bahn, Tram und Bussen zu rechnen. Je nach Streikbereitschaft der Beschäftigten, könnten im Laufe des Tages einzelne Linien in den Betrieb genommen werden. Auf einigen Buslinien in München sind Fahrer privater Unternehmen im Einsatz, sodass diese voraussichtlich fahren, wenn auch mit Einschränkungen. Die S-Bahn und Regionalzüge sind nicht betroffen.
Die nächste Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt erfolgt von 11. bis 13. Februar in Potsdam. Die Gewerkschaft wünscht sich ein konkretes Angebot. Sollte dieses nicht kommen oder nicht zur Zufriedenheit von Verdi ausfallen, wolle man den Druck weiter erhöhen. Verdi fordert 7% höhere Löhne für ihre Mitglieder, bzw. Minimum 300€ monatlich. Des weiteren sollen die Sonntagszuschläge höher ausfallen. Die Tarifgemeinschaften der Länder halten dies für nicht finanzierbar und bieten stattdessen einen Inflationsausgleich an.