Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder. Bereits im letzten Jahr hatte das Traditionswirtshaus Donisl seine Bierpreise gesenkt. Und das mitten in der Münchner Innenstadt. Seither bekommt man die Halbe hier für 4,90€ statt für vormals 6,20€. Nun ziehen weitere Wirte nach, indem sie im Januar ebenfalls ihre Bierpreise senken – zumindest vorläufig.
Sinkende Bierpreise dank sinkender Mehrwertsteuer

Zu Beginn diesen Jahres ist die Mehrwertsteuer in der Gastronomie von 19 auf 7% gesunken. Was für die Betreiber ein Grund zum Feiern war, sollte für die Gäste jedoch nichts ändern: Die meisten Betriebe planen keine Weitergabe der gesunkenen Mehrwertsteuer an ihre Kundinnen und Kunden. Ein Münchner Wirt schert jetzt jedoch aus und kündigt an, zumindest einen Teil seiner Preise in seinen Häusern zu senken.
Constantin Wahl ist der Betreiber des Haxnbauer und des Tegernseer im Tal. In letzterem kostet die Halbe Tegernseer Hell seit dem 16. Januar nur noch 4,50€ statt 5,70€ wie zuvor. Im Haxenbauer reduziert sich der Preis der Halben von ebenfalls 5,70€ auf 4,80€. Auch das Weißbier und die alkoholfreien Biere sind nun günstiger. Bei den Speisen bleibt hingegen alles beim Alten, was Wahl mit dem Anstieg der Lebensmittelpreise im Einkauf begründet. Die verringerten Bierpreise sollen vorläufig bis 30. Juni 2026 gelten.
Andere Wirtshäuser ziehen nach

Die Wirtshäuser von Constantin Wahl im Tal sind nicht die einzigen, die ihre Preise reduzieren. Auch anderorts könnt ihr in München das Bier nun günstiger bekommen. Neben dem bereits erwähnten Donisl sinkt der Preis auf die Halbe Augustiner auch im Wirtshaus Fesch in der Müllerstraße sowie dem neuen fesch am Kirchsteig von 4,50€ auf glatte 4€. Im Eder Wirt auf der Schwanthaler Höhe kostet die Halbe Schönramer statt 5,10€ nur noch 4,50€.
Im Giesinger Bräu bekommt ihr nun 90% der Gerichte zu geringeren Preisen und zahlt für einen 100€ Verzehrgutschein nunmehr 85€. Dasselbe gilt für die Gutscheine im Wirtshaus Saletta in Untergiesing. Ob sich die Mehrwertsteuersenkung auch positiv auf die diesjährigen Bierpreise auf der Wiesn auswirken wird, muss sich erst noch zeigen. Da diese in den letzten Jahre immer weiter gestiegen sind, wäre zumindest eine Preisstabilität wünschenswert.