Ein klarer Grund, warum München zu den besten Städten der Welt gehört, ist für uns: Die bayrische Natur. Rund um die Landeshauptstadt herum erwarten euch nicht nur die schönsten Seen, sondern auch magische Wasserfälle und mittelalterliche Burgen im Wald. Jedes Wochenende könnte man einen Ausflug in die Umgebung machen und hätte vermutlich trotzdem noch lange nicht alles gesehen! In diese Reihe fügt sich auch die Maisinger Schlucht ein. Gerade wenn ihr nach einem nicht besonders touristischen Ziel sucht, ist diese Wanderung perfekt für euch.
Eine natürliche Klimaanlage im Wald

Die Maisinger Schlucht ist eines der charmantesten und am wenigsten überlaufenen Naturdenkmäler im direkten Umkreis von München. Sie bildet die natürliche Verbindung zwischen der Stadt Starnberg und dem idyllischen Dorf Maising.
Geologisch gesehen ist die Schlucht ein Relikt der Würmeiszeit: Der Maisinger Bach hat sich hier über Jahrtausende in das Gestein gegraben. Sie ist ein 30 Meter tiefer Graben – und natürlich nicht direkt mit den Alpen vergleichbar. Aber gerade weil sie praktisch vor der Haustüre Münchens liegt, macht es sie zu einem romantischen Ausflugsziel.
Während man oben auf der Hochebene oft weite Sicht hat, taucht man in der Schlucht in eine kühle, schattige Welt aus steilen Felswänden, dichtem Moosbewuchs und plätscherndem Wasser ein. Vor allem an heißen Sommertagen lohnt sich die Maisinger Schlucht, da sie wie eine natürliche Klimaanlage wirkt und die Temperatur dort spürbar niedriger ist als am Ufer des nahen Starnberger Sees.
Wandern um den See herum

Der etwa drei Kilometer lange Wanderweg ist hervorragend ausgebaut, flach und dadurch auch für Familien oder entspannte Spaziergänge ideal. Ihr könnt direkt von Starnberg aus starten. Am oberen Ende der Schlucht öffnet sich das Tal zum Maisinger See, einem der ältesten Naturschutzgebiete Bayerns. Der See ist weitaus ruhiger und naturbelassener als der Starnberger See. Hier könnt ihr Vógel beobachten oder auch in den Moorsee springen. Aber Vorsicht: Er ist nur maximal zwei Meter tief und verlandet immer mehr.
Übrigens wurde der Maisinger See bereits im 15. Jahrhundert von den Mönchen des Klosters Dießen künstlich als Fischteich angestaut. Und wer die Wanderung krönen möchte, findet am See einen der urigsten Biergärten der Region: den Maisinger Seehof.