„I’ll be back!“ – das ist wohl das bekannteste Zitat aus Terminator, was wiederum Arnold Schwarzeneggers bekannteste Rolle sein dürfte. Und sein Versprechen hielt er nicht nur im Film, sondern auch im echten Leben. In den 1960ern lebte er für drei Jahre in München und ist bis heute mit der Stadt verbunden. Werfen wir einen Blick auf diese sehr bewegte Zeit in Arnies Leben, die ihm zu seiner nachfolgenden Karriere verhalf.
Der 18-jährige Bodybuilder

Am 30. Juli 1947 erblickte Arnold Schwarzenegger in der österreichischen Steiermark das Licht der Welt. Mit gerade einmal 14 Jahren trainierte er das erste Mal in einem Fitnessstudio und entwickelte schnell ein Interesse am Gewichtheben. Zunächst wollte er nur Muskeln in den Beinen aufbauen, weil ihm sein Fußballtrainer dazu geraten hatte, doch bald schon interessierte er sich für das Bodybuilding. Vier Jahre später, im Jahr 1965 nahm er an seinem ersten Wettbewerb in Stuttgart teil und konnte diesen für sich entscheiden. In der Jury saß der Vorsitzende des Deutschen Körperbildungsbunds Rolf Putziger, der Arnie auf diesem Weg entdeckte.
Er bot dem 18-jährigen eine Stelle als Trainer in seinem Münchner Fitnessstudio an, dem Herkules-Studio in der Schillerstraße 36. Außerdem wollte Putziger die Reisekosten zum Mister-Universum-Wettkampf in London für den jungen Arnold übernehmen. Dieser nahm das Angebot an und begann 1966 im Herkules-Studio zu arbeiten und wohnte zunächst sogar dort. Als Gegenleistung verlangte Putziger sexuelle Gefälligkeiten von dem jungen Sportler, der dies jedoch ablehnte. Im Studio konnte er trotzdem weiterhin wohnen, jedoch brach Putziger sein Versprechen und finanzierte die Reise nach London doch nicht. Dies tat stattdessen sein Konkurrent Reinhard Smolana, der ein ebenfalls ein Bodybuidling-Studio in München betrieb.
Früher Fitnessstudio, heute Hotel

Beim Wettbewerb in London belegte Arnold den zweiten Platz, ein Jahr später sogar den ersten. Dies nahm Putziger zum Anlass, das Herkules-Studio in Universum-Studio umzubenennen. Schwarzeneggers Erfolg färbte auf das Studio ab und es entwickelte sich zu einem Hot Spot der deutschen Bodybuilding-Szene. Die Mitgliederzahlen vervierfachten sich, weil die Kundschaft bei Mr. Universum trainieren wollte. Dieser war zwischenzeitlich aus dem Studio in eine Wohnung in der Christophstraße 1 nahe des Hofgartens gezogen. Von hier ging er jeden Tag zu Fuß zur Arbeit ins Herkules-Studio, bis es in 1968 schließlich in die USA zog.
Heute gibt es kein Fitnessstudio mehr in der Schillerstraße 36. Stattdessen befindet sich hier das Hotel Brunnenhof, ein familiengeführter Betrieb in zentraler Lage. Das Interieur hat sich dementsprechend stark verändert, das historische Treppenhaus von damals ist jedoch noch erhalten. Falls ihr also schlafen wollt, wo Arnie trainierte und sogar dieselben Stufen wie er emporsteigen möchtet, dann könnt ihr das mit einer Übernachtung im Brunnenhof. Vielleicht habt ihr ja Glück und begegnet sogar Arnold Schwarzenegger, der bei seinen Besuchen in München gern Fotos mit Fans vor dem Brunnenhof macht. Er selbst logiert allerdings lieber im Bayrischen Hof, wenn er alle Jahre wieder zur Wiesn kommt.