Nach den Perseiden im August, sah es im September eher mau mit Sternschnuppen aus. Das ändert sich diesen Monat glücklicherweise wieder, denn gleich drei Meteorströme sind aktiv, wovon zwei ihre Höhepunkte noch im Oktober haben. Den Auftakt machen die Draconiden, die nur wenige Nächte aktiv sind. Es lohnt sich also, in den nächsten Tagen ans nächtliche Firmament zu blicken und vielleicht erfüllt sich ja der eine oder andere Wunsch.
So beobachtet ihr die Draconiden

Anders als andere Meteorströme, die über Wochen aktiv sind, fallen die Draconiden nur in einem kurzen Zeitfenster. Von Dienstag, den 06. Oktober bis Samstag, den 10. Oktober fallen die Sternschnuppen und erreichen ihren Höhepunkt in der Nacht vom 08. auf den 09. Oktober. Die Draconiden entspringen dem Sternbild des Drachen, dessen Radiant besonders hoch über der Nordhalbkugel steht, weshalb sie für uns besonders gut zu sehen sind. Darüber hinaus ist am 10. Oktober Neumond, sodass kein Mondlicht den Nachthimmel erhellt – perfekte Bedingungen also, um den Meterostrom zu beobachten.
Am besten sind sie in den frühen Abendstunden nach Sonnenuntergang zu sehen. So müsst ihr euch nicht die Nacht um die Ohren schlagen, um die Draconiden zu beobachten. Sucht euch am besten einfach einen Ort mit freien Blick Richtung Nordwesten, wo das Sternbild des Drachen liegt. In München eignen sich dafür besonders der Olympiabaerg, der Fröttmaninger Berg, der Perlacher Mugl oder die Allacher Lohe. Und nun müsst ihr nur noch abwarten – fünf bis zehn Sternschnuppen ziehen in der Stunde vorüber.
Weitere Meteorströme im Oktober

Die Draconiden sind nicht der einzige Sternschnuppenregen, den ihr diesen Monat am Firmament zu sehen bekommt. Bereits seit dem 02. Oktober sind die Orioniden aktiv, einer der fünf stärksten Meteorströme überhaupt. Seinen Höhepunkt könnt ihr am 20. Oktober erwarten, tragt euch den Termin am besten direkt in den Kalender ein. Und auch die Tauriden ziehen derzeit über den Nachthimmel und sind Anfang November am aktivsten. Solltet ihr die Draconiden verpassen, habt ihr in den kommenden Wochen somit noch weitere Gelegenheiten, ein paar Sternschnuppen zu espähen.