In München haben wir so manches beeindruckendes Gotteshaus, wie die Asamkirche oder die Frauenkirche. Beide ziehen täglich unzählige Touristen an, die sich von der Architektur begeistern lassen. Wenn ihr selbst beide Bauwerke schon zur Genüge kennt und gerne einmal etwas Neues entdecken möchtet, dann solltet ihr selbst zum Tourist werden und euch auf einen Tagesausflug zum Kloster Baumburg begeben. Dessen ehemalige Klosterkirche St. Margareta schindet so wohl von Innen als auch von Außen mächtig Eindruck und ist einen Besuch zusammen mit der restlichen Anlage auf jeden Fall wert.
Eine Geschichte vieler Kirchen

Das Kloster Baumburg wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts durch den Grafen Berengar I. von Sulzbach auf Wunsch seiner kranken Frau gegründet. Zuvor hatte es auf dem Hügel über Altenmarkt schon für kurze Zeit ein Kloster gegeben, das auch über eine Kirche verfügte. Mit der Gründung des neuen Stifts entstand zunächst die Nikolauskirche, bevor man mit dem Bau der romanische Basilika St. Margaretha begann. Ihre Weihung erfolgte 1156 und sie war zu dieser Zeit eine der größten ihrer Art in der Region. Im 17. Jahrhundert setzte man Zwiebelhauben auf die beiden Türme der Basilika, die bis heute Bestand haben.
Zu ihrem 600-jährigen Jubiläum entschied man sich für den barocken Neubau der Klosterkirche von Baumburg. Das alte Gebäude wurde abgebrochen und dessen Nachfolger von Grund auf neu errichtet. Nur die Türme blieben verschont, welche bis heute das Bild von St. Margaret prägen. So verwandelte sich die romanische Basilika in ein Rokoko-Juwel, das bis heute eine Sehenswürdigkeit im Chiemgau ist.
St. Margaret heute

Seit der Säkularisation ist die Kirche St. Margaret keine Klosterkirche mehr, sondern die Pfarrkirche von Altenmarkt an der Alz. Ihr könnt sie auf einem Ausflug besuchen und selbst die mächtigen Zwiebeltürme des Bauwerks bewundern. Ins Innere der Kirche blickt ihr durch ein Gitter, von wo aus ihr die prunkvollen Stuckverzierungen betrachten könnt. An der Decke prangen mehrere detailreiche Fresken, die u. a. die Aufnahme des Heiligen Augustinus in den Himmel darstellen. Über dem Chor entdeckt ihr ein weiteres Fresko, das die namensgebende St. Margaret zeigt. Ihr Bild hängt auch über dem Eingang der Kirche.
Das Kloster Baumburg selbst befindet sich heute in Privatbesitz und beherbergt ein Seminarhotel. Einige der alten Gebäude fielen dem Abriss zum Opfer. Die Klosterbrauerei Baumburg ist jedoch noch vorhanden und versorgt euch auch heute noch mit ihrem Bier. Lasst euch nicht die Gelegenheit entgehen, dieses traditionsreiche Gebräu zu probieren, wenn ihr ohnehin schon vor Ort seid. Und ein kleiner Fun Fact zum Schluss: Durch das Areal des Klosters verläuft der 48. Breitengrad.