München verfügt über viele schöne denkmalgeschützte Gebäude, deren herrliche Architektur wortwörtlich preisverdächtig ist. Einen solchen Preis konnte nun ein Luxushotel in der Altstadt für sich gewinnen, in dessen Gebäude früher die Königliche Filialbank beheimatet war. Königlich könnt ihr in dieser Perle des Neubarocks und Rokokos auch nächtigen, denn das Hotel bietet euch luxuriösen Service.
Der Bau in der Kardinal-Faulhaber-Straße

Der imposante Bau entstand um die Jahrhundertwende als Niederlassung für die Königliche Filialbank. Diese erwarb zum Ende des 19. Jahrhunderts drei Grundstücke an der Ecke Kardinal-Faulhaber-Straße und Prannerstraße und ließ die dort befindlichen Palais abreißen. An deren Stelle entstand 1893 ein großes Gebäude, das vom Architekten Albert Schmidt umgesetzt wurde. Dieser zeichnete sich auch für viele andere Baute in München verantwortlich, wie z. B. den Löwenbräukeller oder das Kaufhaus Kustermann.
10 Jahre später kaufte die Königliche Bank, die spätere Bayerische Staatsbank, die nördlich angrenzenden Grundstücke auf und ließ hier einen Erweiterungsbau umsetzen, der an den bestehenden angegliedert wurde. 1898 hatte die Bank außerdem auch das Palais Neuhaus-Preysing in der Prannerstraße erworben, jedoch entstand die Verbindung zum anderen Gebäude erst mit einem Durchbruch 1924 statt. Dieses war bereits 1737 im Rokokostil erbaut worden und diente Ferdinand Maria Franz Freiherr von Neuhaus als Stadtsitz. Während des Zweiten Weltkriegs fiel das Palais Bombenangriffen zum Opfer, was einen Wiederaufbau nach sich zog.
In den frühen 2000ern wurde das Gebäude schließlich vollständig entkernt. Nach der Sanierung diente es kurzzeitig als Veranstaltungsort für die HypoVereinsbank, bis schließlich das Hotel The Lovelace einzog und aus dem ehemaligen Bankgebäude eine Übernachtungsstätte wurde. 2023 wechselte der Besitzer erneut und statt dem Lovelace findet ihr hier heute das Rosewood.
Die 5-Sterne-Hotelkette Rosewood
Die Rosewood-Hotels gehören zu einer Kette, die ursprünglich aus den USA stammt, heute aber im Besitz einer Firma aus Hongkong ist. Aktuell gibt es 30 dieser Hotels in 18 Ländern weltweit. Die Hotels zeichnen sich durch hohen Komfort, eine wertige Ausstattung und 5-Sterne-Service aus. Das Rosewood in München verfügt über 132 Zimmer, acht Veranstaltungsräume, darunter zwei Ballsäle, und fünf sogenannter Houses, die euch auf einer Fläche von 400 Quadratmetern Platz bieten. Im Rosewood erwartet euch außerdem ein Spa, ein reihhaltiges gastronomisches Angebot und ein Live-Musik-Programm.
Darüber hinaus wurde das Gebäude dieses Jahr mit dem Prix Versailles ausgezeichnet. Seit 2015 präsentiert die UNESCO diesen globalen Architekturpreis, der besonderes Gebäudedesign kürt. Neben Hotels erhalten auch Museen, Flughäfen oder Restaurants die Auszeichnung. Das Rosewood München ist in diesem Jahr der einzige deutsche Bau, der sich mit dem Preis schmücken darf.
Wenn ihr eine Nacht im Rosewood verbringen möchtet, müsst ihr etwas tiefer in die Tasche greifen. Die Preise beginnen bei 765€ pro Nacht und werden schnell vierstellig. Wem das zu teuer ist, der macht stattdessen einen Abstecher in das Spa oder besucht das Restaurant. Diese sind, ebenso wie die Veranstaltungsräume und die Bar, auch für Nichtgäste betretbar.