Die Weihnachtszeit in München läuft und könnte kaum schöner sein – außer das Winterwetter vielleicht. Auch wenn der Schnee fehlt, bedeutet das nicht, dass in unserer Stadt nichts los wäre. Neben all den Aktivitäten an der frischen Luft, können wir es uns auch drinnen gemütlich machen. Denn die schönste Wärme kommt natürlich von unserem Backofen. Denn wie zu keiner anderen Jahreszeit lohnt sich der Winter zum Kekse backen! Das können ausgefallenere Rezepte wie Pasteis de Nata sein oder auch klassische Weihnachtsgebäcke wie Lebkuchen sein. Wer es etwas gesünder mag, sollte sich an veganen Rezepten probieren. Unser Favorit: Zimtsterne! Mit gerade einmal sechs verschiedenen Zutaten haltet ihr sie in kürzester Zeit in der Hand.
Das Geheimnis hinter veganen Zimtsternen lautet Aquafaba. So bezeichnet man das dickflüssige Kochwasser von Hülsenfrüchten, meist von Kichererbsen, aber auch von anderen Bohnen. Der Name setzt sich aus den lateinischen Wörtern aqua (Wasser) und faba (Bohne) zusammen. Es ist die perfekte alternative zum Eiweiß, denn aufgrund der vielen darin gelösten Proteine und Stärken aus den Hülsenfrüchten hat Aquafaba erstaunliche Eigenschaften. Es bindet beispielsweise Flüssigkeiten und trockene Zutaten und lässt sich wie Eischnee steif aufschlagen. Perfekt also für eine vegane Backzeit.
Zutaten für 30 – 40 Zimtsterne

Für den Teig
- 250 g Gemahlene Mandeln
- 150 g Puderzucker
- 2 TL Zimt
- 1 Prise Salz
- 50 ml Aquafaba
- 1 TL Zitronensaft
Für den veganen Guss
- 50 ml Aquafaba (Flüssigkeit aus einem Glas oder einer Dose Kichererbsen)
- 150 – 180 g Puderzucker
Zubereitung

1. Den Aquafaba-Eischnee herstellen
Wir starten mit der anspruchsvollsten Phase der Zubereitung: der Herstellung des veganen Eischnees. Zuerst messt ihr die 50 ml Aquafaba für den Guss ab und gebt sie zusammen mit dem Zitronensaft in eine gründlich entfettete Rührschüssel. Nun wird die Mischung mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine auf der höchsten Stufe für mindestens fünf bis acht Minuten aufgeschlagen. Das Ziel ist ein sehr fester Aquafaba-Schnee.
Danach wird der Puderzucker schrittweise, löffelweise und unter ständigem Rühren, eingearbeitet, bis eine kompakte und glänzende Glasur entsteht, die einem Baiser ähnelt. Ein wichtiger Schritt: Zwei bis drei Esslöffel dieser fertigen Masse müssen entnommen und für einen späteren Arbeitsschritt zum Binden des Teiges zwischengelagert werden.
2. Den Teig zubereiten
Widmen wir uns nun der Teigbasis. Zuerst werden die übrigen 50 ml Aquafaba mit einer Prise Salz und einem Teelöffel Zitronensaft in einem separaten Gefäß kurz aufgeschlagen. Parallel dazu vermischt ihr in einer großen Schüssel die gemahlenen Mandeln, 150 Gramm Puderzucker und das Zimtpulver gründlich. Anschließend wird die leicht schaumige Aquafaba-Mischung zu den trockenen Zutaten gegeben und vermengt.
Jetzt kommt der entscheidende Bindeschritt: Gebt den zuvor beiseite gestellten Baiser-Guss (die zwei bis drei Esslöffel aus dem ersten Schritt) zum Teig hinzu. Knetet die gesamte Masse sorgfältig durch, bis ein einheitlicher Teigblock entsteht. Die Konsistenz sollte sich feucht, aber keinesfalls klebrig anfühlen. Zum Schluss wird der fertige Teig in Frischhaltefolie eingepackt und muss nun mindestens zwei Stunden im Kühlschrank aushärten – am besten ist es sogar über Nacht.
3. Ausstechen und Backen
Zuerst heizt ihr den Backofen auf 150°C (Ober-/Unterhitze) vor und bereitet ein Backblech mit Backpapier vor. Nun nehmt ihr den gekühlten Teig zur Hand. Rollt ihn auf eine Dicke von etwa 5 bis 7 Millimetern aus und stecht anschließend mithilfe eines Sternausstechers eure Plätzchen aus.
Die ausgestochenen Sterne platziert ihr nun vorsichtig auf dem vorbereiteten Blech. Bestreicht diese Sterne gleichmäßig mit dem übrig gebliebenen Aquafaba-Guss (dem Rest aus dem ersten Schritt). Hierbei solltet ihr unbedingt den äußersten Rand freilassen, da die Glasur beim Erhitzen leicht verläuft.
Anschließend werden die Zimtsterne in den vorgeheizten Ofen geschoben und etwa 10 bis 15 Minuten lang gebacken. Der optimale Moment ist erreicht, wenn die Glasur ihre weiße Farbe behält und die Ränder der Plätzchen leicht fest geworden sind. Sobald sie fertig sind, lasst ihr sie vollständig auskühlen – und dann könnt ihr eure veganen Zimtsterne genießen!