Wer Filme für die Winterzeit in München sucht, kommt an einem nicht vorbei: Die Feuerzangenbowle, einer der berühmtesten deutschen Filme überhaupt. Passend dazu probieren sich Jahr für Jahr viele Menschen an ihrer eigenen Feuerzangenbowle und erwärmen sich damit die kalte Jahreszeit. Denn wie es schon im Film heißt: „Eine Feuerzangenbowle hat es in sich! Sie geht ans Gemüt. Weich und warm hüllt sie die Seele ein, nimmt die Erdenschwere hinweg“.
In München steht sogar größten Feuerzangebowle der Welt! Das Getränk selbst blickt auf eine über 200-jährige Tradition zurück. Damals hat man dazu eine „Feuerzange“ genutzt, ein unverzichtbarer Teil des Kaminbestecks. Heute kauft man sich aber am besten das spezielle Zubehör, um die Feuerzangenbowle selbst zu machen.
Die Zutaten für etwa 4 bis 6 Personen

Für die Basis:
- 2 Liter Rotwein: Am besten einen trockenen oder halbtrockenen
- 500 ml Orangensaft
- 2 Bio-Orangen
- 1 Bio-Zitrone
- Gewürze: 2 Zimtstangen, 5–6 Nelken, 2 Sternanis.
Für das Spektakel:
- 1 Zuckerhut (250 g)
- ca. 300 ml Rum: Wichtig ist ein Alkoholgehalt von mindestens 54 % (z. B. Pott oder Übersee-Rum), damit er brennt.
Die Zubereitung
Gießt zunächst den Rotwein und den Orangensaft in einen großen Topf (oder ein spezielles Rechaud-Gefäß). Gebt die in Scheiben geschnittenen Orangenstücke, Zitronenschale und die Gewürze hinzu. Das erhitzt ihr nun langsam, aber lasst die Mischung niemals kochen, da sonst das Aroma des Weins leidet und der Alkohol verfliegt.
Wenn alles warm ist, platziert ihr den Topf am besten auf einem Rechaud (Stövchen) bei Tisch, damit die Bowle heiß bleibt. Legt die Feuerzange über den Topf und platziert den Zuckerhut darauf. Träufelt dann mit einer Schöpfkelle etwas Rum über den Zuckerhut, bis er sich vollgesogen hat. Gießt noch nicht zu viel Rum auf einmal darüber, damit nichts in den Wein läuft, bevor es brennt.

Jetzt geht es los: Zündet den Zuckerhut vorsichtig mit einem langen Streichholz oder Stabfeuerzeug an. Achtung! Gießt den Rum niemals direkt aus der Flasche in die Flamme! Nutzt immer eine Schöpfkelle, um nach und nach Rum über den brennenden Zucker zu träufeln, damit die Flamme nicht erlischt und der Zucker gleichmäßig in die Bowle schmilzt.
Sobald der Zucker vollständig karamellisiert und in den Wein getropft ist, rührt die Bowle einmal kurz um. Nehmt die Gewürze heraus und schöpft eure Feuerzangenbowle in Tassen – lasst es euch schmecken!
Drei Tipps für die perfekte Feuerzangenbowle
Um den perfekten Genuss zu erleben, achtet auf diese Tipps. Zum Einen: Wählt den richtigen Rum. Ein Rum mit 40 % brennt oft nicht heiß genug oder geht sofort wieder aus. Die 54 % sind der „Sweet Spot“.
Außerdem solltet ihr eine eher dunkle Atmosphäre wählen. Das blaue Leuchten der Flammen kommt am besten zur Geltung, wenn ihr das Licht im Zimmer löschen. Und zu guter Letzt: Vorsicht bei Nelken! Steckt die Nelken direkt in die Orangenscheiben – so schwimmen sie nicht einzeln in der Bowle und niemand beißt versehentlich darauf.