Das Werksviertel Mitte am Ostbahnhof bekommt einen neuen Kulturspace. In die ehemaligen Werkshallen zieht das Projekt SONDER ein. Das Gelände hat eine lange Geschichte: Wo einst Kartoffeln verarbeitet wurden und später der Kunstpark Ost sowie die Kultfabrik das Münchner Nachtleben prägten, erwacht nun ein historischer Ort zu neuem Leben. Die 13 Meter hohe Industriehalle, die zuvor als WERK7 Theater bekannt war, wird derzeit aufwendig umgebaut. Hinter dem Konzept stecken die Macher des ehemaligen DNA Clubs, die gemeinsam mit neuen Gesichtern einen Ort schaffen wollen, der weit über ein klassisches Clubkonzept hinausgeht. Auf einer Fläche für rund 1.500 Gästen soll eine neue Anlaufstelle für elektronische Musik und zeitgenössische Kultur entstehen.
Nicht nur Techno: Konzerte, Kunst und der Gedanke hinter SONDER
Das musikalische Profil beschränkt sich bewusst nicht auf ein einzelnes Genre. Neben regulären Clubnächten stehen Konzerte, Kunstausstellungen und Listening Sessions auf dem Programm. Der Name leitet sich von einem Begriff des Autors John Koenig ab. Er beschreibt die Erkenntnis, dass jeder Mensch ein ebenso komplexes Leben führt wie man selbst. Genau dieses Gefühl von Gemeinschaft und Perspektivwechsel soll auf dem Dancefloor spürbar werden. Für die technische wie architektonische Umsetzung arbeitet das Team mit ARTEK Studios sowie DESIGN LIGA zusammen. Das Angebot wird durch eine eigene Bar, einen Außenbereich und ein Gesundheits- und Well-Being-Konzept ergänzt.
Erst testen, dann feiern: Das ist der Fahrplan bis zum Opening

Bis zum offiziellen Start durchläuft das Projekt absichtlich eine Testphase. Das Team nutzt vereinzelte Veranstaltungen, um verschiedene Formate, Soundsysteme und Raumkonzepte direkt mit dem Publikum auszuprobieren. Die Erkenntnisse aus diesen Abenden fließen direkt in die finale Gestaltung der Haupthalle ein. Das große, finale Opening ist für Ende Januar 2027 angekündigt. Wer das Entstehen des neuen Kulturraums mitverfolgen möchte, findet Updates und Event-Ankündigungen direkt auf der offiziellen Website oder über den Instagram-Kanal des Projekts. Insbesondere nach dem konstanten Clubsterben in der Isarmetropole können sich alle Münchner über dieses Opening freuen.