München ist nicht gerade Hollywood und doch gibt es einige populäre Filme und Serien, die in unserer schönen Stadt gedreht wurden. So entstanden Szenen des italienischen Horrorfilms Suspiria beispielsweise am Königsplatz, im Hofbräuhaus und im Müller’schen Volksbad. Und natürlich gibt es auch deutsche Produktionen, für die München der Drehort der Wahl ist. Besonders bekannt und beliebt ist natürlich der „Monaco Franze“, der seinerzeit den Sprung ins Abendprogramm schaffte und etliche Male wiederholt wurde. Als Denkmal ist Helmut Fischer in seiner Rolle bereits in der Stadt verewigt, nun widmet sich seinem Schaffen eine neue Ausstellung.
In 10 Folgen zur Kultfigur
Die Serie „Monaco Franze – Der ewige Stenz“ wurde im Frühjahr 1983 erstmals ausgestrahlt und dreht sich rund um das Leben des Kriminalkommissars Franz Münchinger. Dieser wuchs als Arbeitersohn in bescheidenen Verhältnissen im Westend auf und lebt später mit seiner Gattin in Schwabing. Die Tatsache, dass Franz verheiratet ist, hält ihn nicht davon ab, bei anderen Frauen Eindruck schinden zu wollen. Dank seines Witz und seines Charmes mauserte sich Monaco Franze schnell zur Kultfigur und eroberte die Herzen der Fernsehzuschauer im Sturm. Schnell schaffte es die Sendung aus dem Vorabendprogramm der ARD in die Hauptsendezeit und erfreute sich vieler Wiederholungen.
Dabei besteht die Serie gerade einmal aus einer Staffel, welche wiederum nur 10 Folgen umfasst. Trotz des großen Erfolgs entstanden keine Fortsetzungen, obwohl Hauptdarsteller Helmut Fischer durchaus dazu bereit gewesen wären. Doch weder der BR noch Regisseur Helmut Dietl wollten die Serie fortsetzen und so blieb es bei einer einzigen Staffel Monaco Franze. Heute könnt ihr sie auf verschiedenen Portalen streamen, beispielsweise auf Netflix oder in der ARD Mediathek.
Und wenn ihr Franze einmal in echt begegnen wollt, dann schaut bei der Münchner Freiheit vorbei, wo er in Bronze gegossen am Cafétisch sitzt. Das Denkmal entstand 1997 zum Todestag von Hauptdarsteller Helmut Fischer. Seit 2022 gesellte sich Regisseur Helmut Dietl dazu, der den Schauspieler im hiesigen Café kennengelernt haben soll. Im Flughafen begegnet ihr einer weiteren Staute, die Monaco Franze mit seinem Rauhaardackel zeigt.
Neue Fotoausstellung Monaco Franze 100

Helmut Fischer ist bereits vor 29 Jahren verstorben, doch wäre heuer am 15. November 100 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass hat sich Fotograf Michael von Hassel auf einen Streifzug durch München begeben und über 200 Drehorte der Serie besucht. Dabei hat er sich angesehen, was aus den Orten nach Ende der Serie geworden ist und diese für euch festgehalten. In der Ausstellung stellt er seine Fotografien den damaligen Filmaufnahmen gegenüber, sodass ihr euch auf eine Zeitreise durch München begebt. Die Ausstellung eröffnet am Samstag, den 07. November bei freiem Eintritt im Bergson Kunstkraftwerk.
Am 15. November, dem 100. Geburtstag von Helmut Fischer wartet dann noch ein ganz besonderes Schmankerl auf euch. Zur Feier des Tages zeigt das Bergson alle 10 Folgen Monaco Franze ab 10 Uhr morgens für euch. Zwischen den Folgen gibt es jeweils eine Pause oder andere Programmpunkte, wie ein Meet & Greet mit Fotograf Michael von Hassel oder ein Podiumsgespräch. Und natürlich könnt ihr auch die Ausstellung „Monaco Franze 100 – ein bissl was geht immer“ besuchen.
📅 Termine:
- Ausstellungseröffnung am Samstag, den 07. November um 18 Uhr
- Serien-Screening am Sonntag, den 15. November ab 10 Uhr
💶 Preisinformation: Eintritt zur Ausstellungseröffnung frei, Tickets Seriennachmittag ab 28€