In München gibt es viele grüne Flecken und Ecken, die meisten davon gut gepflegt. Wer sich dagegen nach etwas ursprünglicherer Natur sehnt, der muss sich schon aus der Stadt herauswagen. Wenn ihr euren Trip dann noch mit einer Prise Abenteuer würzen möchtet, ist die Höllentalklamm bei Garmisch-Patenkirchen das richtige Ziel für euch. Diese bringt euch der Zugspitze ein Stückchen näher und belohnt euch unterwegs mit sagenhaften Eindrücken.
Weniger touristisch als die Partnachklamm

Die Höllentalklamm liegt am Ende des Höllentals und führt euch auf einer ca. 700 Meter langen Strecke einige Höhenmeter hinauf Richtung Zugspitze. Obwohl sie am höchsten Berg Deutschlands liegt, zieht sie weitaus weniger Besuchende an als die populäre Partnachklamm. Dies mag nicht zuletzt auch daran liegen, dass der Weg durch die Höllentalklamm etwas beschwerlicher ist. Es geht nicht nur bergauf, sondern wird stellenweise auch recht eng. Den Kinderwagen solltet ihr also besser zu Hause lassen.
Dafür gilt die Höllentalklamm als besonders ursprünglich. Hier ist die Natur noch Natur, ungezähmt und rau. Mit der touristischen Erschließung begann man im frühen 20. Jahrhundert, doch die Wege sind schmal und holprig. Gute Trittsicherheit und festes Schuhwerk sind ein Muss. Der Hammersbach verwandelt sich in der Schlucht zu einem regelrechten Wildbach, dessen Wasser tosend an euch vorbeirauscht. Die Felswände ragen mit bis zu 150 Metern Höhe neben euch auf und bilden einen imposanten Rahmen.
Abenteuer Höllentalklamm

Ihr könnt die Höllentalklamm nur von Mai bis Oktober besuchen, wenn es keinen Schnee gibt, da im Winter Lawinengefahr besteht. Heuer eröffnet sie ab dem 14. Mai und kann bis voraussichtlich Mitte Oktober täglich besucht werden. Um die Klamm betreten zu können, müsst ihr Eintritt bezahlen, wobei DAV-Mitglieder Rabatte erhalten. Direkt am Eingang der Schlucht erwartet euch die Höllentaleingangshütte, die ein Museum mit der Geschichte der Klamm beherbergt. Hier könnt ihr auch einkehren und euch vor eurer Wanderung noch einmal stärken.
In der Schlucht geht es dann über steinige Wege, Steige und durch kleine Tunnel am Hammersbach entlang. Ihr wandert vorbei an kuriosen Felsformationen und sprudelnden Wasserfällen, die euch die Ursprünglichkeit der hiesigen Natur deutlich spüren lassen. Am Ende der Klamm wird das Gelände dann wieder weiter und ihr könnt euren Weg zur Höllentalangerhütte oder sogar bis zum Gipfel der Zugspitze fortsetzen. In der Höllentalklamm selbst herrschen das ganze Jahr über kühle Temperaturen, ihr solltet euch dementsprechend warm genug kleiden.
🕑 Öffnungszeiten: Mitte Mai bis Mitte Oktober, 24/7
💶 Preisinformation: Erwachsene 7€, DAV-Mitglieder 3,50€