Nicht nur im Sommer kann man rund um München bestens wandern. Auch im Winter ist das möglich – auch wenn viele Wanderwege im Tiefschnee versinken. Aber ganz besondere Naturschauspiele lohnen sich jetzt umso mehr. Denn wenn die Temperaturen kalt genug sind und das Wasser gefriert, erwacht in Garmisch-Partenkirchen ein echtes Naturwunder zu neuem Leben: die Partnachklamm. Sobald der Frost die Alpen fest im Griff hat, verwandelt sich die wilde Schlucht in eine glitzernde Welt aus Eis und Stille.
Ein Wunder der Natur

Dieses magische Erlebnis ist nur jetzt im Winter möglich! Denn das Sickerwasser, das im Sommer an den Felswänden herabtropft, erstarrt bei Frost zu gewaltigen, meterlangen Eiszapfen. Diese hängen wie schwere kristallene Kronleuchter von den Klippen herab und formen eine Art „Eiskathedrale“. Durch diese könnt ihr auf schmalen, in den Fels gehauenen Pfaden wandert.
Es ist eine surreale Kulisse, die euch sofort in ihren Bann ziehen wird. Während unter euch der Fluss tost, spaziert ihr unter dem gefrorenen Eis entlang. Gewaltigen Wassermassen haben die Felsen über Jahrhunderte hinweg ausgehöhlt, durch die ihr mitten hindurch lauft. Die Farbspiele und Naturspektakel sind atemberaubend!
Funkelnde Eiskristalle in der Partnachklamm

Ein Spaziergang durch die winterliche Klamm ist ein Erlebnis für alle Sinne. Die Akustik ist einmalig, denn unter der Eisdecke klingt das Rauschen der Partnach geheinmisvoller als im Sommer. Das Licht bricht sich in Millionen Eiskristallen und lässt die Eiswände in der Schlucht funkeln.
Die Anreise ist unkompliziert. Von München aus seid ihr mit dem Auto oder der Bahn in etwa einer Stunde in Garmisch-Partenkirchen. Vom Skistadion aus führt ein etwa 20-minütiger Spaziergang zum Eingang der Klamm. Aber Vorsicht: Die Wege in der Klamm können extrem glatt sein. Festes Schuhwerk ist Pflicht, und kleine Grödel (Spikes) für die Sohlen sind im Winter absolut empfehlenswert.
Die Klamm ist im Winter täglich geöffnet, kann aber bei extremer Witterung oder Eisschlaggefahr kurzfristig gesperrt werden. Bei Glätte werden die Wege meist auch gestreut. Ein kurzer Check auf der offiziellen Website vor der Abfahrt lohnt sich immer.