Plant ihr gerade eure nächste Wanderung und seid noch auf der Suche nach einem Ziel, das ihr noch nicht kennt? Dann können wir euch nur den Hinanger Wasserfall im Allgäu ans Herz legen. Dieser schöne Naturschauplatz bei Sonthofen gehört zwar nicht zu den höchsten Wasserfällen Deutschlands, doch strahlt trotzdem einen gang besonderen Reiz aus. Die moosbewachsenen Felsen, über die das Wasser strömt, geben dem Ort etwas Magisches und lassen euch wie in einem Zauberwald fühlen.
Der wachsende Felsen

Der Hinanger Wasserfall befindet sich in der Nähe von Sonthofen in einem klammartigen Gebiet. Das Wasser des Hinanger Bachs plätschert durch das felsige Areal und stürzt schließlich über mehrere Stufen insgesamt 25 Meter in die Tiefe. Der Hauptfall verfügt über eine Höhe von gut 12 Metern und ist das Highlight des Hinanger Wasserfälle. Rund um die Kaskaden herum bildet sich Kalktuff an den Felswänden. Dieser entsteht durch eine chemische Reaktion des Bachwassers mit kohlesäurehaltigem Regenwasser und dem anschließenden Entzug von Kohlenmonoxid durch die hiesigen Moose.
So bilden sich dünne Kalkschichten, die sich wie in einer Tropfsteinhöhle übereinander legen und den Felsen nach und nach zum Wachsen bringen. Die malerischen Strukturen des porösen Gesteins könnt ihr überall um den Hinager Wasserfall herum entdecken. Zusammen mit den Moosen, Flechten und dem strömenden Wasser strahlt die Landschaft eine verwunschene Atmosphäre aus.
Am Bach entlang zum Hinanger Wasserfall

Um zum Hinanger Wasserfall zu gelangen, habt ihr verschiedene Wege zur Auswahl. Am einfachsten erreicht ihr ihn von Hinang aus, einem Gemeindeteil von Sonthofen. Hier gibt es gleich mehrere Parkmöglichkeiten, die zwischen 2€ und 6€ kosten. Alternativ nehmt ihr den Zug nach Sonthofen und fahrt von dort mit dem Bus weiter bis nach Hinhang. Von hier aus ist es nicht weit bis zum Einstieg in den Tobel, der euch ein paar Stufen hinauf führt.
Euer Weg führt euch durch das Bachtal, wo es viele Pflanzen zu entdecken gibt, wie Alpenrosen oder Glockenblumen. Mehrere Steige und Brücken erleichtern euch den Weg, bis ihr schließlich an der Aussichtsplattform am Hauptfall ankommt. Diese ermöglicht euch einen freien Blick auf den 12 Meter hohen Fall und die dahinter liegende Grotte. Folgt ihr dem Weg weiter bergauf, eröffnet sich euch schließlich der Blick über das Illertal und die umliegenden Berge. Nehmt das entweder als gelungenen Abschluss für eure Wanderung oder macht euch weiter auf den Weg durch den Eybachtobel.