In Bayern gibt es so viele schöne Wanderwege und doch zieht es viele Leute zu den immer gleichen Zielen. Wer im Raum Mittenwald unterwegs ist, macht gerne einmal einen Ausflug zur Leutaschklamm, nur um dort auf viele weitere Tagestouristen zu treffen. Bewegt ihr euch lieber abseits der Massen, solltet ihr stattdessen der Finzbachklamm bei Krün einen Besuch abstatten. Schon der Weg dorthin bietet viel zu entdecken und die Klamm selbst ist nicht minder beeindruckend.
Vorbei am Findling und der Bärenhöhle

Ihr startet eure Tour am besten in Wallgau nahe von Krün. Vom Rande des Dorfes habt ihr euer erstes Etappenziel schnell erreicht: Den großen Stein. Dieser 50 Tonnen schwere Felsen aus Gneis fand seinen Weg während der Gletscherschmelze hierher und ist heute ein Naturdenkmal. Unweit von hier befindet sich der Naturspielplatz, auf dem eure Kinder sich nach Lust und Laune austoben können.
Von hier ist es noch etwa ein Kilometer bis zur Bärenhöhle, in welcher dem Volksglauben nach tatsächlich einst ein Bär gehaust hatte. Hier befindet sich ein weiterer, etwa ein Meter Hoher Findling. Außerdem entdeckt ihr direkt neben der Höhle den kleinen Wasserfall, der hinab in eine kleine Gumpe stürzt. Jetzt folgt ihr dem Weg einfach nur noch geradeaus, um bei der Finzbachklamm anzukommen.
Naturspektakel Finzbachklamm

Wie der Name bereits verrät, fließt der Finzbach, ein Zufluss zur Isar, durch die Finbachklamm. Am Eingang zur Klamm wird dieser in einem Wehr aufgestaut, das der Stromerzeugung dient. Hinter dem Wehr führt euch der Weg ca. 500 Meter tief in die Finzklamm. Auf der Strecke wechseln sich steile Felswände mit lichteren Waldabschnitten. Neben euch schimmert der Finz in grün und türkis, während ihr euch über die Wege und Holzstege in Serpentinen durch die Klamm schlängelt. Unterwegs gibt es mehrere Aussichtspunkte, die euch den Blick über die schroffen Felswände, die Bäume und das Wasser in Ruhe genießen lassen.
Irgendwann geht es dann nicht mehr weiter, da die Finzbachklamm bis heute nicht vollständig erschlossen wurde. Nun könnt ihr euch überlegen, ob ihr in eine der vier nahen Almen im Estergebirge einkehren und euch stärken wollt, oder ob ihr noch weiter wandert Richtung Barmsee. Hier könnt ihr euren Wandertag mit einem Sprung ins kühle Nass ausklingen lassen. Steht euch der Sinn eher nach warmem Wasser, ist auch der Geroldsee nicht allzu weit. Für euren Besuch bei der Finzbachklamm zahlt ihr keinen Eintritt und ihr könnt sie das ganze Jahr über besuchen. Bei Unwetter solltet ihr sie jedoch besser meiden, um auf der sicheren Seite zu bleiben.