München ist eine sehenswerte Stadt, die mit ihrer Architektur und Landschaft zu jeder Jahreszeit zahlreiche Touristinnen und Touristen aus aller Welt anzieht. Doch nicht nur die Isarmetropole selbst, sondern auch die umliegenden Gemeinde und Städte sind einen Besuch wert. Wenn ihr selbst einmal Tourist spielen wollt, ohne allzu weit fahren zu müssen, dann macht demnächst einmal einen Abstecher nach Weilheim. In dieser bezaubernden Stadt an der Ammer gibt es so einiges für euch zu entdecken und zu erleben. Und gerade Anfang Juli lohnt sich der Besuch besonders, wenn wieder „Französische Woche“ ist.
Langjährige Verbindung nach Frankreich

Im Jahre 1965 schlugen französische Pfadfinder aus Narbonne ihre Zelte an der Ammer auf. Lange konnten sie jedoch nicht bleiben, denn es kam zum Hochwasser, welches die Truppe überraschte. Die Bewohnerinnen und Bewohner aus dem nahen Weilheim kamen zur Hilfe, woraus eine Freundschaft und schließlich eine Partnerschaft zwischen den beiden Städten entstand. Daraus entstand die „Französische Woche“, die die Stadt Weilheim seit 1988 jährlich feiert. Narbonne richtet umgekehrt alle zwei Jahre eine „Bayerische Woche“ aus.
Immer am ersten Wochenende im Juli verwandelt sich der Marienplatz in ein kleines Stück Frankreich. Vom 02. bis 05. Juli kommt ihr hier in die kulinarischen Genüsse unseres Nachbarlands und es gibt allerlei zu kosten und zu kaufen. An den Marktständen könnt ihr euch mit Lebensmitteln für zu Hause eindecken, sodass euer Ausflug nach Narbonne nicht mit der „Französischen Woche“ enden muss. Des weiteren gibt es ein musikalisches Rahmenprogramm sowie Angebote für Kinder, sodass sich Groß und Klein gleichermaßen vergnügen.
Die Vielfalt von Weilheim

Auch wenn die „Französische Woche“ ein absolute Highlight ist, so lohnt sich ein Besuch in Weilheim auch zu jeder anderen Zeit. Die Stadt besticht unter anderem mit ihren vielen grünen Flecken und dem Rosengarten, in denen ihr verweilen und zur Ruhe kommen könnt. Auch die Ammer lädt zum spazieren ein, wie sie so ruhig vor sich hin plätschert. Neben der Natur entdeckt ihr in Weilheim vor allem aber Architektur. Um die ganze Altstadt erspäht ihr noch Überreste der Stadtmauer, die einst über drei Tore verfügte. Heute existieren sie nicht mehr, doch Gemälde erinnern an den entsprechenden Stellen an ihren ehemaligen Standort.
Das Zentrum von Weilheim markiert der Marienplatz mit der Mariensäule. Dieser ist gesäumt von den bunten Fassaden der Bürgerhäuser und der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Sie verfügt über detaillierte Stuckverzierungen und Fresken, in deren Anblick ihr euch verlieren könnt. Außerdem beheimatet sie die größte Barockmonstranz Deutschlands, die Wurzel-Jesse-Monstranz von 1698. Rund um den Marienplatz erwartet euch auch ein großes gastronomisches Angebot, das zur Einkehr einlädt. Oder ihr versorgt euch an Markttagen mit frischen Lebensmitteln selbst. Weiter shoppen könnt ihr im Kaufhaus Rid, dem ältesten seiner Art in der Republik. Es befindet sich nur 5 Minuten vom Marienplatz entfernt, das seit 1840 seine gemischtes Warensortiment anbietet.