Um einmal etwas anderes als die typischen Sehenswürigkeiten in München zu erleben, muss es gar nicht weit weg gehen. Wie wäre es mit einem Ausflug in die schönsten Orte in direkter Umgebung? Dazu gehören malerische Dörfer wie Herrsching am Ammersee, aber wer sich einmal etwas abseits der typischen Touristenpfade begeben möchte, besucht doch Altomünster – ein echter Geheimtipp im Dachauer Hinterland. Es ist ein Ort, der Ruhe, tiefe bayerische Geschichte und eine ganz besondere spirituelle Atmosphäre ausstrahlt.
Zwischen Klostertum und Bierbrauerei

Das Panorama von Altomünster wird von der Klosterkirche dominiert, die als eine der bedeutendsten barocken Sakralbauten in Bayern gilt. Von außen wirkt sie mächtig, innen erwartet euch aber ein heller, prunkvoller Raum mit fantastischen Deckenfresken.
Bis vor wenigen Jahren war Altomünster der letzte Ort in Deutschland, an dem der Birgittenorden ansässig war. Die Architektur der Kirche ist einzigartig, da sie als „Doppelkirche“ konzipiert wurde, um die strengen Klausurregeln der Mönche und Nonnen – die getrennt voneinander beteten – zu erfüllen.
Der Ort hat darüber hinaus auch eine jahrhundertealte Brautradition, die eng mit dem Kloster verbunden ist. Das Kapplerbräu ist eine der traditionsreichsten Brauereien der Region. Nachdem ihr die Kirche besichtigt habt, könnt ihr hier gemütlich einkehren und das lokale Bier genießen. Es gibt auch ein kleines Brauereimuseum.
Nach der Kulturzeit geht es auf zum Wandern

Altomünster ist klein, aber gerade deswegen sind die Museen in dem Ort umso beachtlicher. Denn für ein Dorf mit nur 8.100 Einwohner:innen ist die Museumsdichte wirklich hoch. Neben dem Brauereimuseum gibt es auch das Museum Altomünster, das sich der Geschichte des Klosters und des Birgittenordens widmet. Das Gaudnekmuseum ist dagegen ein Kuriosum: Es ist dem Künstler Walter Gaudnek gewidmet und bietet einen humorvollen Kontrast zur eher ernsten Klostergeschichte.
Und neben einer unerwarteten Menge Kultur bietet euch Altomünster auch wunderschöne Natur. Das Dorf liegt eingebettet in die hügelige Landschaft des Dachauer Landes. Der Alto-Quellweg führt als Rundweg zur Alto-Quelle. Einer Legende nach soll der heilige Alto hier seinen Stab in den Boden gestoßen haben, woraufhin eine Quelle entsprang. Das Wasser gilt sogar als heilkräftig.