München bekommt eine neue Dauerbaustelle. Neben der Hackerbrücke, die ab 2027 ebenfalls für drei saniert werden soll, geht es nun auch an den Landshuter-Allee-Tunnel. Ein weiterer Aufschub der Bauarbeiten ist nicht mehr möglich, die Ausstattung ist bereits zu marode. Mit diesen Einschränkungen müssen Autofahrer und Autofahrerinnen in den kommenden drei Jahren rechnen.
Vollsperrungen und Umleitungen

1979 hat der Landshuter-Allee-Tunnel eröffnet, weshalb er nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards entspricht. Neue Fluchttüren und breitere Fluchtwege so wie eine neue Beleuchtung sollen installiert werden und auch die Video- und Messtechnk erhält ein Upgrade. Des weiteren werden eine Erneuerung der Decken und Wände durchgeführt, um für eine bessere Standsicherheit zu sorgen. Seit Dezember letzten Jahres dürfen bereits keine 7,5-Tonner mehr durch die Röhre, seit Anfang 2026 auch keine 3,5-Tonner mehr.
Zunächst beginnen die Bauarbeiten ab Sommer 2027 in der westlichen Tunnelröhre, für die nächtliche Vollsperrungen nötig sein werden. Tagsüber fließt der Verkehr hingegen ganz normal. Später erfolgen Sperrungen in jeweils eine Fahrtrichtung, bevor es dann ab 2028 an die Oströhre geht. Diese wird vollständig gesperrt werden und der Verkehr in den westlichen Tunnel umgeleitet. 2030 will man die Sanierung letztlich abschließen.
Keine Verlängerung vom Landshuter-Allee-Tunnel

Für die Sanierung im Landshuter-Allee-Tunnel rechnet die Stadt mit Kosten von 60 Millionen Euro, wofür sie neue Schulden aufnehmen muss. Außerdem werden 13 Bäume den Bauarbeiten zum Opfer fallen, 15 neue als Ersatz gepflanzt. Hätte man sich für eine Lärmschutzwand entschieden, wären es jedoch ganze 70 Bäume gewesen. Stattdessen setzt man auf Flüsterasphalt, welcher die Lärmbelastung reduzieren soll.
Von einer Verlängerung des Tunnels sieht die Stadt mittlerweile ab. Ursprünglich bestand die Idee, weitere Teile der Landshuter Allee sowie der Arnulfstraße zu untertunneln. Dies wäre gerade hinsichtlich des Abrisses der Donnersbergerbrücke sinnvoll gewesen, um Kosten einzusparen. Diese Pläne hat man jedoch verworfen, sodass es bei der Sanierung des bisherigen Tunnels bleibt.