An warmen Sommertagen zieht es uns meist aus München heraus an die umliegenden Seen, um Abkühlung zu finden. Wenn ihr aber einmal Abwechslung von dem immer gleichen Badeausflügen sucht, ohne auf Wasser verzichten zu müssen, dann ist der Wasserfall Bayrischzell ein gutes Ziel. Auf einer kleinen Wanderung entdeckt ihr die plätschernden Kaskaden, die schon in einem Fernsehfilm zu sehen waren.
Ausblick auf die Gumpen

Bayrischzell ist in erster Linie für die nahe gelegenen Tatzelwurmwasserfälle bekannt, die aus großer Höhe nach unten stürzen. Dabei müsst ihr den Ort praktisch gar nicht verlassen, um einen wunderschönen Wasserfall erblicken zu können. Der Wasserfall Bayrischzell mag weniger spektakulär sein, als die Tatzelwurmfälle, das macht ihn aber nicht minder besuchenswert. Er liegt direkt am Rande der Gemeinde und ist nur ca. 15 Minuten Fußmarsch vom Bahnhof entfernt.
Über eine Treppe erreicht ihr eine Holzbrücke, die euch direkt über das tiefste Becken des Falls führt. Das Wasser fließt in mehreren Stufen die Felswand hinunter und sammelt sich in mehreren Gumpen. Vor euch seht ihr das klare Wasser das Gestein herunterströmen, das türkis in den Becken schimmert. Von der Brücke aus könnt ihr dem Verlauf des Wasserfalls vor und unter euch sehr gut folgen und ihn in seiner Gänze bewundern.
Der Wasserfall Bayrischzell im Film
Der Regisseur Rainer Kaufmann drehte große Teile seines Films „Das Beste kommt erst“ in Bayrischzell. Er produzierte die Tragikomödie für das ZDF, die ihre Premiere auf dem Münchner Filmfest 2008 feierte. Auch der Wasserfall Bayrischzell hat in dem Drama einen Auftritt, als die Protagonistin in diese hineinklettert. Die Brücke, die über den Wasserfall führt, ist ebenfalls im Film zu sehen. In der ZDF-Serie „Frühling“ dient er ebenfalls in einer Folge als Kulisse.
Falls ihr den Wasserfall Bayrischzell lieber in echt bewundert, statt auf dem Bildschirm, erreicht ihr in einfach per Direktverbindung mit dem Zug von München aus. Vom Bahnhof aus habt ihr ihn schnell erreicht und könnt das Schauspiel genießen. Danach habt ihr die Möglichkeit zur Grünen Gumpe weiter zu wandern, einem kleinen Wasserfall im Wald.
Auf dem Weg dorthin entdeckt ihr das Almbad Tannermühl, das eines der Becken des Wasserfall Bayrischzell als Bad benutzt. Auf dem Freisitz könnt ihr zwei Badewannen entdecken, in denen ihr selbst baden und sogar in die Gumpe springen könnt. Vorab müsst ihr das Bad aber buchen. Bleibt ihr stattdessen bei eurer Wanderung, erreicht ihr schließlich die Grüne Gumpe. Neben dieser liegt ein großer Abenteuerspielplatz, auf dem sich eure Kinder austoben können. Ein Besuch beim Wasserfall Bayrischzell und der Grünen Gumpe lohnt sich daher vor allem für Familien.