Geduldsprobe für Pendler und Reisefreudige in der Isarmetropole! Wer ab Ende Oktober mit dem Zug Richtung Norden unterwegs ist, muss sich auf erhebliche Fahrzeitverlängerungen gefasst machen. Die beliebte Schnelltrasse zwischen Nürnberg und Ingolstadt wird ab Freitag, dem 30. Oktober 2026, ab 22:00 Uhr bis einschließlich 12. Dezember voll gesperrt. Nach rund 20 Jahren Dauerbetrieb seit der Eröffnung 2006 rasen dort täglich etwa 170 Züge mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h entlang. Jetzt unterzieht die Deutsche Bahn die Strecke einer umfassenden Generalsanierung. Rund 70 Millionen Euro fließen in den Austausch der stark beanspruchten Gleise, die Erneuerung mehrerer Weichen, die Inspektion der Tunnel sowie die Reinigung der Entwässerungsanlagen.
Umleitungen im Fernverkehr: Längere Fahrzeiten nach Berlin, Hamburg und Frankfurt

Für Fahrten im Fernverkehr ab dem Münchner Hauptbahnhof bedeutet die Sperrung spürbare Änderungen im Fahrplan. Wenn ihr beispielsweise nach Berlin reisen wollt, könnt ihr zwar weiterhin stündlich einen ICE nehmen, allerdings werden die Züge über Augsburg und Donauwörth umgeleitet. Dadurch verlängert sich eure Reisezeit nach Nürnberg um etwa 45 Minuten. Auf der Strecke Richtung Hamburg über Kassel halbiert sich das Angebot. Hier fahren die ICE-Züge nur noch im Zwei-Stunden-Takt, da die Hälfte aller Verbindungen dieser Route bereits in Nürnberg endet. Plant ihr eine Fahrt nach Frankfurt, empfiehlt die Bahn im benannten Zeitraum die direkte ICE-Verbindung über Ulm und Stuttgart zu nutzen, um zusätzlichen Umstiegsstress zu vermeiden.
Schienenersatzverkehr im Regionalnetz: So geht es mit dem Deutschlandticket weiter

Auch im Regionalverkehr müsst ihr euch auf Änderungen einstellen. Wer sonst mit den Regionalexpress-Zügen der Linie RE 1 über die Schnelltrasse fährt, wird während der Bauarbeiten auf die Strecke der Regionalbahnlinie 16 via Treuchtlingen umgeleitet. Fahrgäste, die den gewohnten Weg über die Schnelltrasse nutzen möchten, müssen auf Ersatzbusse zwischen Ingolstadt und Nürnberg umsteigen. Diese benötigen etwa doppelt so lange wie der Zug, bedienen dafür aber neben den Bahnhöfen Allersberg und Kinding auch Haltepunkte an der Johannisbrücke und am Marktplatz. Die Busse sind auf die Zugfahrpläne abgestimmt, um euch in Ingolstadt und Nürnberg möglichst unkomplizierte Anschlüsse zu ermöglichen.