Zieht es euch ans Wasser, habt ihr es in Bayern nie weit: In München seid ihr fix an der Isar und im Umland gibt es mehr Seen, als ihr zählen könnt. Habt ihr aber einmal Lust auf ein etwas anderes Ausflugsziel am Wasser, solltet ihr in Eschenlohe vorbeischauen. Von hier aus wandert ihr zu den Sieben Quellen, die ein herrliches Naturschauspiel vollführen, an dem man sich kaum sattsehen kann.
Die Schwefelquellen im Loisachtal

Bei den Sieben Quellen handelt es sich um Karstquellen, bei denen das Grundwasser unterirdisch austritt und die über eine relativ starke Schüttung verfügen. Im Falle der Sieben Quellen bei Eschenlohe liegt diese bei 1.000 Litern Wasser pro Sekunde in Trinkqualität. Dieses sammelt sich in einem klaren Quellteich, der über den Mühlbach entwässert. Aufgrund des Sulfatgehalts des Wassers kann es rund um den Teich zu schwefeligem Geruch kommen.
Davon solltet ihr euch jedoch nicht abschrecken lassen, denn der Anblick ist wirklich herrlich. Da es sich bei den Sieben Quellen um ein besonders wertvolles Geotop handelt, könnt ihr sie nicht direkt erreichen. Jedoch könnt ihr von einer kleinen Aussichtsplattform auf einige der Austritte blicken. Von hier könnt ihr beobachten, wie das Wasser hervorsprudelt und durch Gasaustritte das Sediment am Boden in Bewegung versetzt. Teilweise bilden sich Ringe auf der Wasseroberfläche, die sich immer weiter ausbreiten. Es ist wie ein kleiner Tanz, den das Wasser unermüdlich vorführt.
Wanderung zu den Sieben Quellen

Die Sieben Quellen erreicht ihr am einfachsten von Eschenlohe über den Forstweg. Falls ihr aufs Auto verzichten wollt, erreicht ihr die Gemeinde per Direktverbindung mit dem Zug. Von Eschenlohe macht ihr euch auf den Weg zur Loisachbrücke und wandert dann die Loisach und den Mühlbach entlang. Der Weg zu den Quellen ist ausgeschildert und führt euch an Wiesen vorbei, die vor allem im Frühling herrlich blühen.
Habt ihr die Sieben Quellen erreicht, legt ihr am besten eine Rast ein und nehmt euch Zeit, das kleine Naturwunder ausgiebig zu beobachten. Von hier aus könnt ihr euch weiter Richtung Farchant begeben, wo euch der Zug zurück nach München bringt. Wollt ihr stattdessen lieber noch etwas weiterwandern, sind die nahe Asamklamm oder die Kuhfluchtwasserfälle gute Anlaufstellen. Beide Ziele gelten noch als Geheimtipp und sind dementsprechend wenig besucht.