Das Wochenende in München naht und ihr wollt mal raus aus dem Trubel der Stadt, ohne direkt stundenlang im Stau zu stehen? Rund um die Landeshauptstadt liegen nicht nur die schönsten Burgen und weltberühmte Schlösser, sondern gerade jetzt im Frühling wahre Blütenmeere, die es zu entdecken gilt. Nur eine kurze S-Bahn-Fahrt entfernt wartet ein botanisches Paradies auf euch: Der Sichtungsgarten Weihenstephan in Freising.
Blütenmeer trifft auf Wissenschaft

Weihenstephan in Freising ist vor allem für eines bekannt: das Bier. Hier liegt sogar die ältesten Brauerei der Welt, die euch schon seit fast einem Jahrtausend mit ihrem Bier versorgt. Alle Hintergründe über die spannende geschichte der Brauerei haben wir für euch hier zusammengestellt.
Aber gleich dahinter liegt der 1947 gegründete Unigarten der Weihenstephan-Triesdorf Hochschule, der gerade jetzt einen Besuch wert ist. An einen trockenen Wissenschaftspark erinnert aber nichts: Auf dem „Grünen Berg“ in Freising haben die Expert:innen der Hochschule ein Gelände geschaffen, das zu jeder Jahreszeit in anderen Farben explodiert.
Auf über fünf Hektar findet ihr hier kunstvoll angelegte Staudenrabatten, Steingärten und Teiche. Das Besondere: Hier wird „gesichtet“, welche Pflanzen am besten zusammenpassen. Das Ergebnis ist eine Ästhetik, die so perfekt ist, dass man aus dem Fotografieren gar nicht mehr herauskommt.
Garten aus Düften und Farben

Ein absolutes Highlight ist der Parterre-Garten direkt vor dem historischen Hochschulgebäude. Hier wandelt ihr zwischen geometrisch angelegten Beeten, die im Frühjahr mit tausenden Tulpen und Narzissen bestückt sind, während im Sommer die Rosen und Lavendelbüsche um die Wette duften. Sucht euch eine der schattigen Bänke unter den Blauregen-Spalieren und genießt die Ruhe. Man vergisst hier innerhalb von Minuten, dass man sich eigentlich auf einem Uni-Campus befindet!
Ihr könnt den Sichtungsgarten Weihenstephan bei freiem Eintritt besuchen. Von April bis Oktober ist er täglich von 9 bis 18 Uhr für euch geöffnet. Falls euch mehr Hintergründe interessieren, habt ihr auch die Möglichkeit, eine Führung mitzumachen. Dafür solltet ihr euch vorher anmelden. Pro Gruppe (mit bis zu 25 Personen) kostet euch das 95 Euro. Kombinieren lässt sich der Besuch aber natürlich auch perfekt mit einem Abstecher zum nahegelegenen Oberdieckgarten oder einem kühlen Getränk im Bräustüberl der ältesten Brauerei der Welt.