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Eine Seilbahn über die Isar

Max Hailer Max Hailer - Redakteur

Eine Seilbahn über die Isar

Eine direkte Verbindung von Pullach nach Grünwald, die die üblichen Staus in diesem Gebiet vermeidet, ist seit Langem im Gespräch. Im Laufe der Jahre wurden viele verschiedene Möglichkeiten in Betracht gezogen. Die Hauptprobleme waren die Kostenfrage und die Erhaltung der natürlichen und historischen Umgebung. So wurden beispielsweise die Pläne für eine Gondelbahn rundweg abgelehnt, da sie das Erscheinungsbild der mittelalterlichen Burgen Grünwald und Schwaneck beeinträchtigen würde.

Doch vor zwei Jahren schien die endgültige Lösung gefunden zu sein: Ein Projekt der TU zum Bau einer 413 Meter langen, barrierefreien Fußgänger- und Fahrradbrücke stieß bei den Gemeinderäten von Grünwald und Pullach auf große Zustimmung. Aber seither hat sich einiges geändert, und nun scheint eine Seilbahn realistischer zu werden.

Die bevorzugte Alternative

Der Landkreis München hat letzte Woche bekannt gegeben, dass er eine Studie in Auftrag gegeben hat, um zu prüfen, wo eine Seilbahn auf der Strecke zwischen den beiden Städten verkehren könnte. Unterstützt wird das Projekt von Verkehrsministerin Kerstin Schreyer, die kürzlich erklärte, dass „eine urbane Seilbahn vergleichsweise kostengünstig, schnell realisierbar und gleichzeitig klimafreundlich ist.“

Seilbahnen sind in Südamerika schon seit vielen Jahren im Einsatz. Foto: Davi Costa / Unsplash

Geringer Energieverbrauch und Lärmbelästigung sind nur einige der Vorteile, ebenso wie die Vermeidung von Staus, die den Bereich zwischen Pullach und Grünwald prägen, so der Landtagsabgeordnete Markus Büchler. Büchler, der auch dem Münchner Kreistag angehört, steht voll hinter dem Projekt. Er betonte auch, dass die Bauarbeiten in nur wenigen Jahren abgeschlossen werden könnten, da die für eine Seilbahn erforderliche Struktur einfach sei.

Aus all diesen Gründen und mehr sieht das bayerische Verkehrsministerium in einer städtischen Seilbahn eine Chance, die Mobilität der Zukunft gegenüber dem konventionellen Nahverkehr zu entwickeln. Als Beispiel dazu dienen die vielen Städte in Südamerika, in denen dieses System schon seit Jahren im Einsatz ist. Vielleicht können wir also schon in den nächsten Jahren über die Isar schweben.

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