In München kann gut gefeiert werden: Das belegen aufsehenseregende Clubs wie der Blitz oder besondere Locations wie die Alte Utting. Und unter den besten Adressen zum Feiern in der Stadt darf natürlich auch der berühmte Promiclub P1 nicht fehlen. In der namensgebenden Prinzregentenstraße 1 gelegen, hat der Club schon einige Legenden und Skandale mitgemacht. So bekannt wurde diese Adresse, dass Falco in seinem Song Munich Girls sogar über „Weiße Nächte im P1“ sang. Zeit, sich diese Location einmal genauer anzusehen.
Wilde Partys und legendäre Affären
Die Geschichte reicht tatsächlich sogar bis ins Jahr 1949 zurück, als das Gebäude als Offiziersklub für die Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg diente. Die „große Zeit“ des P1 begann aber dann erst, als es 1984 vom Gastronomen Michael Käfer neu eröffnet wurde. Mit ihm änderte sich auch der Stil des Clubs, der ganz nach dem legendären New Yorker Club „Studio 54“ dargestellt wurde.
Seit den 80er Jahren gilt das P1 als Promiclub Münchens. Stars wie Mick Jagger – der auch ein Lieblingscafé in München hat – kehrten hier ein, auch Tina Turner, Grace Jones oder Whitney Houston feierten in der Anfangszeit des Clubs mit. Und natürlich auch viele deutsche Prominente sind regelmäßig im Promiclub P1 zu Gast, darunter Schauspieler:innen und Fußballer.:innen Eine sehr berühmte Affäre, die im P1 begann, war beispielsweise die von Oliver Kahn und Barkeeperin Verena Kerth.
Auch die Partys selbt sind legendär. Es gab bereits einmal eine „Metzgerparty“ mit echtem Fleisch als Deko und ein „Römerfest“ mit einem „Party-Jesus“ am Kreuz. Solche Veranstaltungen bleiben natürlich Geschmackssache – etwas los ist hier auf jeden Fall immer. Heute finden aber auch ebenso klassische Club-Nächte statt.
Vom Mythos zu gelebter Akzeptanz
Der Promiclub P1 war lange Zeit berühmt-berüchtigt für seine „harte Tür“. Er gilt sogar als einer der Clubs mit der „härtesten Tür Deutschlands“. Manche sagen, dass selbst Stars wie Brad Pitt, Sandra Bullock und angeblich sogar die Scorpions warten mussten oder an der Türe abgewiesen wurden. Ob das nun stimmt, ist ungeklärt – aber es trägt zum Mythos des Clubs bei.
Wer hier Türsteher:in werden will, muss allerdings einiges vorweisen können. Klaus Gunschmann wurde dabei zur Legende: Über 20 Jahre lang entschied er, wer in das P1 durfte und wer nicht. Als er die Band „Scorpions“ abwies und diese protestierten mit den Worten: „Wir sind doch die Scorpions!“, soll er geantwortet haben: „Eben drum.“ Bei einem Zwischenfall mit der Band „Die Toten Hosen“ kam es sogar zu einer Schlägerei, bei der Gunschmann am Ende im Krankenhaus landete.
Heute steht an der Türe jemand anderes und der Promiclub P1 setzt auf eine andere Stimmung: Akzeptanz und Vielfalt wird betont. Der aktuelle Slogan des P1 lautet „Dress well, be nice“ . Ob ihr hinein kommt, bleibt am Ende ungewiss. Aber eine so strenge Auswahl wie vor einigen Jahren ist wohl dennoch nicht mehr der Fall.
