München steckt voller verborgener Orte, die eine zweite Chance bekommen. In Schwabing verwandelt sich gerade ein echtes Industriedenkmal in einen spektakulären Hotspot für zukunftsweisende Arbeitsräume. Wenn ihr demnächst in Schwabing unterwegs seid, solltet ihr unbedingt die Augen offenhalten. Die renommierte Outdoor-Marke Patagonia schlägt ein völlig neues Kapitel auf und verlegt ihre Münchner Büros direkt in das geschichtsträchtige ehemalige Heizkraftwerk des Schwabinger Krankenhauses. Wo einst zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts riesige Dampfkessel das gesamte Klinikareal mit Wärme und Energie versorgten, entsteht jetzt ein hochmodernes Büro-Loft im sogenannten Maschinenhaus. Für das beliebte Label, dessen Verkaufsgeschäft weiterhin wie gewohnt an der vertrauten Leopoldstraße für euch erreichbar bleibt, waren die bisherigen Arbeitsräume dort schlichtweg zu eng geworden. Voraussichtlich Anfang nächsten Jahres beziehen rund 18 Mitarbeiter ihr neues Quartier in diesem beeindruckenden Denkmal.
Nachhaltige Wiedergeburt eines Industriedenkmals

Dass ausgerechnet Patagonia als erster Mieter einzieht, passt zur Philosophie der Marke. Statt eines energieintensiven Neubaus setzte der Projektentwickler e+k Group auf den Erhalt der historischen Bausubstanz. Vor dem Umbau verweilte hier zwischenzeitlich das Künstlerkollektiv broke.today. Heute sorgen dicke Original-Außenwände und eine clevere Luftzirkulation dafür, dass es im Sommer ganz ohne Klimaanlage kühl bleibt. Durch die Sanierung ließen sich im Vergleich zu einem herkömmlichen Büroneubau beachtliche 48 Prozent CO₂-Emissionen einsparen.
Moderner Showroom und frische Impulse für das Viertel

Auf rund 475 Quadratmetern Innenfläche und 112 Quadratmetern Innenhof richtet das Mode-Label Büros sowie einen angrenzenden Showroom für Händler ein. Der Ausstellungsbereich bleibt zwar Fachbesuchern vorbehalten, doch das Areal hat noch mehr Potenzial. Auf den insgesamt rund 3.900 Quadratmetern des Maschinenhauses entstehen weitere Arbeitsplätze und frei vermietbare Flächen für Gastronomie. So entsteht aus dem alten Heizkraftwerk aus den Jahren 1906/1907 ein neuer Hotspot für München.