Wunschzettel bereitlegen und warm einpacken! Der Herbst beschert uns in München wieder wunderschöne Nächte unter freiem Himmel. Denn der Oktober steht ganz im Zeichen faszinierender Himmelsereignisse. Allen voran sorgt der Meteorstrom der Orioniden für ein astronomisches Highlight. Ihr Aktivitätszeitraum erstreckt sich vom 2. Oktober bis zum 7. November, bevor in der zweiten Novemberhälfte bereits die Leoniden folgen. Neben den Sternschnuppen lohnt sich der Blick nach oben doppelt, denn Anfang bis Mitte Oktober lassen sich auch die Planeten Saturn und Jupiter am Nachthimmel entdecken.
Beobachtet das Naturschauspiel der Orioniden

Das absolute Highlight erwartet euch in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober, wenn die Orioniden ihren Höhepunkt erreichen. Die winzigen Partikel gelten als besonders schnell und erzeugen beim Eintreten in die Erdatmosphäre eine intensiv leuchtende Spur. Es handelt sich um kosmischen Staub, den der Halleysche Komet auf seiner jahrtausendelangen Reise durch das All hinterlassen hat. Benannt sind die Orioniden nach dem Sternbild Orion, aus dem sie für Beobachter zu fallen scheinen.
Wer die Orioniden verpasst, kann direkt das nächste astronomische Highlight jagen. Denn im Oktober ziehen auch der Draconiden-Schauer (Höhepunkt um den 8. und 9. Oktober) sowie die Südlichen Tauriden (erster Höhepunkt um den 14. Oktober) ihre Bahnen. Am 26. Oktober steht darauffolgend der prachtvolle Vollmond, traditionell auch als „Jägermond“ (Hunter’s Moon) bekannt, am Himmel.
Der beste Zeitpunkt und die schönsten Aussichtspunkte in München

Der Höhepunkt der Orioniden taucht in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober ab ca. 23:00 Uhr auf. Die beste Beobachtungszeit liegt jedoch zwischen Mitternacht und 5:00 Uhr morgens. Wenn der Mond untergegangen ist und das Wetter mitspielt, könnt ihr mit etwas Glück bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde zählen!
Um das Naturschauspiel ungestört zu genießen, solltet ihr dem künstlichen Stadtlicht ein Stück weit entfliehen. Ihr müsst dafür nicht zwingend weit raus aufs Land fahren, denn auch direkt in München gibt es schöne Aussichtspunkte für Sternengucker wie beispielsweise den Olympiaberg im Olympiapark oder den Fröttmaninger Berg. Ihr braucht weder Teleskop noch Fernglas. Die Sternschnuppen sind mit bloßem Auge sichtbar. Für Fotos eignet sich eine Kamera auf einem Stativ mit manueller Belichtungszeit.