Der Traum von Olympischen und Paralympischen Spielen in der bayerischen Landeshauptstadt nimmt immer konkretere Formen an! Die Evaluierungskommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat die eingereichten Konzepte auf Herz und Nieren geprüft. Schlussendlich liegt München mit hervorragenden 87,03 von 100 Punkten an der Spitze der Auswertung. Das Konzept von Köln-Rhein-Ruhr landete mit 85,02 Punkten jedoch dicht dahinter, wobei beide Bewerbungen das Prädikat „sehr gut“ erhielten. Das Nachsehen hat Berlin, das mit 74,64 Punkten klar abgeschlagen ist. Diese Nachricht war zu erwarten, insbesondere da sich in der Hauptstadt zuvor auch politisch gegen die Ausrichtung ausgesprochen wurde, wodurch die Berliner Bewerbung ohnehin als chancenlos galt. Für die Isarmetropole rückt die Chance auf die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 damit in greifbare Nähe!
Kurze Wege und Stabilität: Hier punktet der Münchner Entwurf

Womit sticht das Münchner Konzept bei den Experten und Olympischen Spitzenverbänden besonders hervor? Das größte Plus der Stadt sind ganz klar die kurzen Wege: Wie schon bei den legendären Spielen von 1972 setzt München auf ein zentrales Konzept mit minimalen Fahrtzeiten zwischen dem Olympischen und Paralympischen Dorf und den Sportstätten. Zudem unterstreicht die Ausrichtung weiterer Mega-Events wie der Leichtathletik WM 2031 oder des Champions-League-Finales 2028 den Ruf Münchens als sportliche Stadt auf Weltniveau.
Während die Konkurrenz aus NRW vor allem bei Ticketpotenzialen und möglichen Zuschauern punktet, überzeugte München bei der sportfachlichen sowie operativen Eignung. Zudem punktet München mit einer beeindruckenden Stabilität: Beim Bürgerentscheid stimmten satte 66,42 Prozent der Münchner für die Spiele. Auch Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause zeigt sich hocherfreut: „Münchens Olympia-Traum rückt näher!“. Als Austragungsort für die Segelwettbewerbe plant die bayerische Bewerbung übrigens fest mit Kiel.
Spannender Wahltag in Baden-Baden: Wann fällt die Entscheidung?

Obwohl München im Ranking knapp führt, ist das Ergebnis der Kommission für die Stimmberechtigten nicht bindend. Die finale Entscheidung fällt am Samstag in Baden-Baden auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB. Insgesamt werden maximal 144 Stimmen vergeben, wobei die 42 olympischen Spitzenverbände mit jeweils drei Stimmen abstimmen. Wer das Rennen macht, verkünden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und DOSB-Präsident Thomas Weikert. Für alle, die hautnah mitfiebern möchten: Das Erste überträgt die Abstimmung am Samstag live von 13:45 bis 14:45 Uhr. Bis dahin heißt es: Daumen drücken!