München muss sparen – beim Trinkwasser, aber vor allem bei den Ausgaben. Die finanzielle Lage der Stadt bleibt angespannt, weshalb man bereits das Kulturbudget für dieses Jahr gekürzt hatte. Und für den ÖPNV steht weniger Geld zur Verfügung, was sich beim Fahrplanwechsel am 13. Dezember bemerkbar machen wird. Nun hat der Stadtrat dem Vorschlag der MVG zugestimmt, sodass dieser zum Jahresende in Kraft treten kann.
Neuerungen bei den Buslinien

Die größten Änderungen im neuen Fahrplan der MVG betreffen die Busse. Das Netz innerhalb des Mittleren Rings soll modernisiert werden, was sich vor allem auf die Linienführungen auswirkt. Dabei werden alle bisherigen Haltestellen nach wie vor angefahren, sodass ihr euch in der Hinsicht keine Sorgen machen müsst. Ziel ist es, durch Straffungen und bessere Abstimmung nicht nur die Betriebskosten zu verringern, sondern auch die Pünktlichkeit zu verbessern.
Am umstrittensten ist wohl die Umwandlung der Expresslinie X30 in den Bus 64. Dabei werden alle Haltestellen vom Lorettoplatz bis zum Arabellapark bedient. Besucherinnen und Besucher des Gasteigs HP8 sollen bis mindestens 23 Uhr Anschluss an diesen Bus haben. Dies war einer der vorigen Kritikpunkte an der geplanten Änderung. Die 52 verkehrt in Zukunft über die Au bis an den Marienplatz statt an Sendlinger Tor wie bisher. Kürzungen der Linien und geringere Taktungen betreffen hingegen vor allem die Wohngebiete am Stadtrand, wie die 179 und 174. Die 175 und die 173 fahren nur noch im 20 Minuten Takt.
Änderungen bei U-Bahn und Tram im neuen Fahrplan

Bei den U-Bahnen bleibt fast alles beim alten, jedoch soll die Verstärkerlinie U7 nur noch in der Rush Hour außerhalb der Schulferien verkehren. Bei der Tram kommt es hingegen zu einigen Änderungen in der Taktung. So fährt die Tram 25 nur noch alle 10 Minuten, ebenso wie die Tram 23, wobei hier im Berufsverkehr größere Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Die neue Regelung der Tram 23 gilt außerdem ab dem 03. August und nicht erst im Dezember.
Die Linien 19 und 21 werden ihre östlichen Linienäste tauschen, an sich bleibt hier aber alles beim alten. Und eine gute Nachricht gibt es noch zum Schluss: Die Tram 20 fährt ab Beginn des Wintersemesters zu Stoßzeiten alle 5 statt nur alle 10 Minuten. Wie der neue Fahrplan letztlich im Detail aussehen wird, ist bisher noch offen und wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen.