Die Isar ist zu jeder Jahreszeit einer von Münchens absoluten Hotspots, die vor allem an sonnigen Tagen viele Menschen anzieht. Trotzdem gibt es hier immer noch so manchen versteckten Spot, der nicht jedem bekannt ist, wie z. B. den Rosengarten oder den Georgenstein. Auch die Maximiliansanlagen bergen so manche Überraschung für all jene, die sich hierher verirren. Denn trotz seiner zentralen Lage, suchen nur vergleichsweise wenige diesen Abschnitt der Isar auf, verglichen mit den Frühlingsanalage und dem Flaucher.
Ein Schatz im Zentrum

Die Maximiliansanlagen erstrecken sich auf 30 Hektar etwa 2 Kilometer am rechten Isarhochufer entlang. König Maximilian II. ließ diese ab 1855 durch Carl von Effner auf einer ehemaligen Schafweide realisieren. Ab 1890 entstand die Erweiterung durch Jakob Möhl, der die Luitpoldterrassen anlegte. Auf diesen ließ Prinzregent Luitpold 1896 den Friedensengel zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg errichten, der seither das Zentrum der Maximiliansanlagen bildet. Von hier aus habt ihr einen guten Blick über die Isar und die Prinzregentenstraße und könnt wunderbar den Sonnenuntergang beobachten.
Wenn ihr die Maximiliansanalage besucht und den Friedensengel erreicht, könnt ihr entweder obenrum die Straße queren oder ihr nehmt die Unterführung, die euch unter den Wahrzeichen durch führt. Zweitere entpuppt sich als wahres Juwel, denn hier versteckt sich eine Street-Art-Galerie. Bewundert die vielfältigen bunten Kunstwerke, die die Wände zieren und links und rechts von Lichtbändern umrahmt werden. Mit insgesamt 50 Bildern haben sich die Freundinnen und Freunde des Münchner Künstlers Loomit verewigt. Von hier führen Treppen direkt nach oben zum Friedensengel, sodass ihr erst die Kunst und dann die Aussicht genießen könnt.
Unterschätzte Maximiliansanlagen

Anders als andere Parks und Abschnitte der Isar ziehen die Maximiliansanlagen vergleichsweise wenige Besucher und Besucherinnen an. Dabei liegen sie nicht nur zentral, sondern bieten durch die vielen Bäume reichlich Schatten, was sie gerade für heiße Tage sehr attraktiv macht. Durch das hügelige Gelände ziehen sich verschlungene Wege, die viel Abwechslung bieten. Spaziert entweder an der Isar und dem Auer Mühlbach entlang, besucht einen der kleinen Teiche oder lasst euch auf den Rasenflächen mit euerer Brotzeit nieder. Im März erblühen auf den Wiesen die Sternhyazithen und kündigen den Frühling an.
Südlich der Maximiliansanlagen liegt der ehemalige Gasteig, wo ihr vor oder nach eurem Ausflug ins Gründe das Kulturangebot wie etwa The Jazz Room oder die Lange Nacht der Musik wahrnehmen könnt. Oder ihr trinkt einen Absacker auf dessen Rooftop im Kulturdachgarten. Durchquert ihr den Park stattdessen von Süden nach Norden und sehnt euch nach noch ein bisschen mehr Grün, könnt ihr fast nahtlos in den Englischen Garten auf der anderen Seite der Isar übergehen, indem ihr die Max-Joseph-Brücke überquert.