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5 Lost Places in und um München

Max Hailer Max Hailer - Redakteur

5 Lost Places in und um München

Mit der Entwicklung der Städte und den sich ändernden Bedürfnissen der Bevölkerung werden sowohl öffentliche als auch private Gebäude aufgegeben, sobald sie ihren ursprünglichen Nutzen verlieren. Diese Gebäude sind zu teuer, um sie instand zu halten oder abzureißen, und werden daher dem Verfall überlassen.

Doch in dem Maße, wie diese Lost Places zu verrotten beginnen und von der wilden Natur erobert werden, werden sie auch zu Anziehungspunkten für „Urban Explorers“ oder „Urbexer„. Eine wachsende Zahl von Fotografie- und Abenteuerbegeisterten, die auf ihrer Suche nach einer geheimnisvollen Landschaft dennoch bestimmte Regeln befolgen:

  • Nicht einbrechen.
  • Keine Gefahren eingehen – so selbstverständlich das auch klingen mag.
  • Keine Verschmutzung oder Veränderung des Ortes.
  • Keine spezifischen Adressen geben – um Vandalismus und Überfüllung zu vermeiden.

Auch in München und seinem Umland gibt es Attraktionen für alle Stadtentdecker, die sich an die oben genannten Regeln halten.

1. Bahnstation Olympiastadion

Klassisch oder klischeehaft, je nach Geschmack. Aber natürlich konnten wir nicht verlorene Orte auflisten und nicht wenigstens den ehemaligen Bahnhof Olympiastadion erwähnen. 1972 anlässlich der Olympischen Spiele erbaut und 1988 stillgelegt, steht er heute unter Denkmalschutz und dient sowohl Teenagern als Party-Hotspot als auch wohl jedem urbanen Fotografen der Stadt als perfekte Bildbühne.

Foto: Robert Haas

2. Wiedemann-Sanatorium

Das Wiedemann-Sanatorium ist auch bei den Urbexern sehr beliebt – das zeigen zumindest die vielen Versuche der örtlichen Polizei in letzter Zeit, den Ort zu räumen. Bis 2008 bot die Klinik Verjüngungskuren für die Münchner Oberschicht an. Nach der Schließung türmen sich die erfolglosen Projekte zur Nutzung des schönen Geländes am Starnberger See und solange keines gedeiht, wird es ein Spuk bleiben.

Foto: Hartmut Pöstges

3. Pumpwerk Maxkron

Das 1945 erbaute und von der Bundesbahn betriebene Kraftwerk versorgte fast 30 Jahre lang die umliegenden Dörfer mit kaltem Wasser. Viel länger – fast 40 Jahre – ist es leer gestanden und Staub und Graffitis angesammelt. Dennoch bewahrt es seinen originellen Wasserturm, zahlreiche Maschinen und seine mysteriöse Atmosphäre.

Foto: AF-Pics / fotocommunity

4. Sprengstofffabrik Fasan II

Ebenfalls in der Nähe von Augsburg liegt die alte Sprengstofffabrik. Im 30er-Jahre-Jahrzehnt erbaut, wurde sie kurz vor dem Krieg so erweitert, dass sie schließlich den Großteil der von der Wehrmacht verwendeten Sprengstoffe herstellte. Die US-Armee setzte ihr ein Ende, obwohl ein Teil der alten Fabrik heute noch in Betrieb ist. Im anderen Teil, Fasan II, sind nur noch die Reste von Gebäuden und einige spektakuläre Blicke zu sehen.

5. St.-Ulrichs-Kapelle

Auch wenn die Kapelle weiter von München entfernt ist als jeder andere Ort in dieser Liste, lohnt sich der Besuch wirklich. Zum einen, weil sie schon damals ein Lost Place war, als die Urbexer noch Künstler der Romantik waren. Und zweitens wegen der Legenden, die sie in ihrer rund 600-jährigen Geschichte zu ihrem Ruhm verholfen haben. Es ist die Rede von Geistersichtungen, schwarzen Messen und noch gruseligeren Geschichten. Nur für die Mutigsten empfehlbar.

Von Sarus7345 / Wikimedia Commons
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