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Die Glyptothek in München, endlich wieder in voller Pracht

Max Hailer Max Hailer - Redakteur

Die Glyptothek in München, endlich wieder in voller Pracht

Als kulturelles und historisches Wahrzeichen Münchens war die Renovierung der Glyptothek am Königsplatz längst überfällig. Kronprinz Ludwig, der spätere König Ludwig I., hatte die Glyptothek bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichten lassen, um seine Sammlung antiker Skulpturen aufzubewahren und zu präsentieren. Seiner Funktion entsprechend wurde das Gebäude von dem Architekten Leo von Klenze im Stil eines antiken Forums entworfen, das von Tempeln und öffentlichen Gebäuden umgeben ist. Die Bauarbeiten dauerten vierzehn Jahre und endeten 1830.

Während seines gesamten Bestehens konnte sich München rühmen, das einzige Museum der Welt zu haben, das ausschließlich der antiken Skulptur gewidmet ist – und das ist es immer noch.

Der Zweite Weltkrieg setzte dem Ganzen jedoch ein jähes Ende: Bei den alliierten Luftangriffen auf München wurde das Museum schwer beschädigt. Der Wiederaufbau begann 1947, und 1972 wurde das Gebäude wiedereröffnet. Jedoch wich der fertige Bau stark vom Original ab, und die meisten Reparaturen wurden in der Folgezeit behelfsmäßig durchgeführt.

Die Originalpläne des Architekten Leo von Klenze. Foto: The Yorck Project (2002) / DIRECTMEDIA Publishing GmbH.

Eine umfassende Grundrenovierung

Anfang 2019 wurde die Glyptothek geschlossen, um nach den ursprünglichen Plänen aus dem 19. Jahrhundert vollständig restauriert zu werden. Drei Jahre lang wurde das hochwertige Mauerwerk im Inneren konserviert, 45.000 Meter Kabel und Leitungen wurden neu verlegt, um die Sicherheitstechnik und die Beleuchtung zu modernisieren, und das gesamte Museum wurde besser zugänglich gemacht. Bereits im März dieses Jahres konnten die Gäste bereits Meisterwerke wie den Barberinischen Faun und den Jungen mit der Gans bewundern.

An der Fassade dauerten die Arbeiten jedoch länger: Auch die Dekoration, die während des Krieges und in den Jahrzehnten danach abgefallen war, wurde restauriert. Allerdings wurden nicht alle Spuren des Konflikts beseitigt: Einige wurden als mahnende „Zeitzeugen“ an der Fassade belassen. Auf jeden Fall haben wir endlich, nach so vielen Jahren, einen echten Eindruck davon, wie der Königsplatz vor fast zwei Jahrhunderten aussah.

Zeitplan und Gesundheitsmaßnahmen

Die Glyptothek ist dienstags, mittwochs, freitags und sonntags von 10 bis 17 Uhr und donnerstags von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Montags bleibt sie geschlossen.

In den Antiquitätensammlungen gilt derzeit die 2-G-plus-Regel. Außerdem ist das Tragen einer FFP-2-Maske Pflicht.

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