Kaum mussten wir uns vom Filmfest verabschieden, erwartet uns schon das nächste Bewegtbild-Highlight des Sommers: Die Filmkunstwochen gehen am 22. Juli wieder los. In den alternativen Kinos der Stadt könnt ihr euch auf alte Klassiker, aktuelle Hits und Arthouse-Perlen freuen. Neben einer kunterbunten Mischung an Genres gibt es außerdem noch ein Programm abseits der Leinwand.
Vorhang auf die kleinen Häuser

Seit 1952 gibt es die Filmkunstwochen bereits, die damals der Münchner Fritz Falter ins Leben gerufen hatte. Dieser war selbst Kinobesitzer und betrieb u. a. das Studio Isabella, das hier bis heute in der Neureutherstr. 29 findet. Er gründete darüber hinaus das Studio für Filmkunst in der Occamstraße, das 1970 leider seine Pforten schließen musste. Es war das erste seiner Art in der Republik und betonte einen gewissen Anspruchsgedanken, den Falter an den Film hatte.
Mit dem Festival setzt die Arthouse-Szene Münchens diesen Gedanken fort und zelebriert das Kino in all seinen Formen. Das besondere an den Filmkunstwochen ist nämlich, das die großen Mainstreamhäuser nicht daran beteiligt sind. Stattdessen geht es um die Programmkinos und die alternativen Adressen, bei denen es nicht nur um die großen Blockbuster geht, sondern auch Independent-Produktionen ihren Platz bekommen.
Die 74. Filmkunstwochen
Insgesamt 12 Kinos sind von Mittwoch, den 22. Juli bis Mittwoch, den 12. August mit dabei und zeigen euch Filme, die nachdenklich machen. Dabei sind nicht nur nischige Produktionen, die kaum jemand kennt, sondern auch große Klassiker. Freut euch beispielsweise auf „Die Truman Show“, „Matrix“, „The Sixth Sense“ oder „Total Recall“. Neben englischsprachigen stehen dabei auch u. a. deutsche, italienische und spanische Filme auf dem Programm und ihr bekommt nicht nur Spielfilme, sondern auch Dokumentationen zu sehen.
Darüber hinaus könnt ihr euch auf Veranstaltungen abseits der Leinwand freuen. Im Theatiner Filmtheater lauscht ihr einem Konzert von Robert Lax und kommt mit ihm ins Gespräch, begleitend zur Doku über ihn, die hier gezeigt wird. Im Neuen Maxim wandert wiederum durch eine Ausstellung, zu deren Eröffnung es eine Performance von Katrin Schafitel. Und beim Bollerwagenkino spaziert ihr durch Berg am Laim und lernt eine der ältesten Siedlungen Münchens kennen. Das gesamte Programm sowie die teilnehmenden Häuser findet ihr auf der Website der Filmkunstwochen.
📍 Ort: Verschiedene Kinos in München
📅 Termine: Mittwoch, 22. Juli bis Mittwoch, 12. August