Am Donnerstag, den 10. September 2026 ist wieder bundesweiter Warntag. In ganz Deutschland wird es Probealarme und Warmeldungen geben, um die Systeme für den Ernstfall zu testen. Dazu gehören neben Benachrichtigungen über einschlägige Portale, Smartphone Apps und digitale Tafeln im öffentlichen Raum auch lautes Sirenengeheul – nur nicht in München. Wir erklären euch, wie der Warntag morgen ablaufen wird und warum er in München ein bisschen anders ist als in anderen deutschen Städten.
Ablauf des bundesweiten Warntags

Einmal im Jahr werden die Alarmsysteme in ganz Deutschland getestet, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein. Auf diese Weise prüft man einerseits die Funktionsfähigkeit der Systeme, andererseits wisst ihr so Bescheid, was im Ernstfall auf euch zukommt. Um 11 Uhr geht es los und die Warnmeldungen werden ausgesendet. Eure Smartphones bekommen diese via Cell Broadcast zugesendet, wodurch selbst dann ein Ton erklingt, wenn ihr das Gerät stumm geschaltet habt. Des weiteren erscheint eine Benachrichtigung auf eurem Bildschirm, die eine Warnung ausspricht. Verfügt ihr über Warn-Apps wie NINA oder Katwarn, erhaltet ihr die Benachrichtigung über diese.
In München erfolgen zusätzlich Warnungen über die Social-Media-Kanäle der Feuerwehr auf Instagram, WhatsApp, Facebook und X, ebenso wie auf der Website der Stadt München. Die digitalen Standortinformationstafeln, wie ihr sie an Bushaltestellen oder U-Bahnhöfen findet, zeigen ebenfalls entsprechende Meldungen und auch im Radio oder Fernsehen könnt ihr sie erwarten. Die Entwarnung erfolgt schließlich um 11:45 Uhr.
Darum bleiben Sirenen in München stumm

In vielen deutschen Städten und Gemeinden ertönen morgen nicht nur die Smartphones, sondern auch die örtlichen Sirenennetze. Ob diese erklingen werden, entscheidet jede Kommune individuell. Rund um München beteiligen sich u. a. Garching, Aschheim und Unterföhring an den Tests. In München wird es dagegen keine heulenden Sirenen geben und das hat einen ganz einfachen Grund: Es gibt keine.
Nach Ende des Kalten Krieges baute man das Netz zurück, da es kosten- und wartungsintensiv war. Man schätzte die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Bedrohung eher gering ein, weshalb man sich den Aufwand sparen wollte. Heute gibt es zahlreiche andere Wege, die Bevölkerung im Ernstfall zu warnen, trotzdem prüft die Stadt einen etwaigen Wiederaufbau des Netzes.
Bundeseiter Warntag: So könnt ihr euch vorbereiten
Die Probewarnung erfolgt über verschiedene Wege und es bedarf keiner Vorbereitung eurerseits. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die ihr im Vorfeld tun könnt. Falls ihr eine Warnapp wie NINA oder Katwarn verwendet, prüft diese auf Updates. Auch euer Betriebssystem sollte möglichst auf dem neuesten Stand sein, da Systeme die älter sind als Android 11 und iOS 16.1 nicht über Cell Broadcast erreichbar sind. Darüber hinaus müsst ihr eurem Handy in den Einstellungen den Empfang von Warnmeldungen erlauben und dürft es nicht in den Flugmodus schalten. Zu guter Letzt solltet ihr der Feuerwehr München auf WhatsApp, Facebook, Instagram oder X folgen, um nicht Wichtiges zu verpassen.