Der Winter in München ist auch zum Einkehren da. Das können wir nicht nur in den besten Gastronomien in der Stadt, sondern auch gleich mit einem Tagesausflug in die schönsten Ziele der Umgebung verbinden. Seit über 900 Jahren zieht es Pilger:innen und Reisende auf den Gipfel des Andechser Hügels. Während das Kloster Andechs im Sommer oft überlaufen ist, entfaltet es im Winter einen ganz eigenen Charme. Der Aufstieg durch die kalte, klare Alpenluft wird oben mit einer unvergleichlichen Aussicht belohnt.
Der Heilige Berg Bayerns

Im Gegensatz zur Hochsaison im Sommer ist der Winter in Andechs oft ruhiger. Die Kombination aus der belebenden Alpenluft und der anschließenden Einkehr im Kloster Andechs macht den Ausflug zu einem perfekten Kontrastprogramm zum Alltag. Wer auf den Berg steigt, wird mit einem Panoramablick im Winter belohnt: Von der Aussichtsterrasse blickt man über die glitzernde Seenlandschaft des Ammersees bis hin zur Alpenkette sehen.
Als einer der ältesten Wallfahrtsorte Bayerns ist das Kloster Andechs eine echte Sehenswürdigkeit. Hier steht eine prachtvolle Rokoko-Kirche, deren Zwiebelturm weit über das Fünfseenland hinausragt. Ursprünglich stand auf dem „Heiligen Berg“ keine Kirche, sondern die Stammburg der mächtigen Grafen von Andechs, die im Mittelalter zu den einflussreichsten Geschlechtern Europas gehörten. Im 18. Jahrhundert wurde die Klosterkirche im Stil des Rokoko prunkvoll umgestaltet, wie wir sie heute sehen.
Unternehmungen im Kloster Andechs

Ein Besuch im Kloster lohnt sich sehr! Jeden Donnerstag um 12 Uhr finden Kirchenführungen statt. Auch die Klosterbrauerei steht für eine Besichtigung offen. Das hier gebraute Klosterbier (besonders das berühmte Doppelbock Dunkel) gilt als eines der besten der Welt. Es ist die traditionelle „Belohnung“ für den Aufstieg und wärmt Körper und Seele gleichermaßen. Wer ein Event plant, kann bestimmte Räume im Kloster Andechs auch mieten.
Und noch bis Ende März könnt ihr die Winterangebote der Gastronomie im Kloster Andechs ausprobieren: Das berühmte Andechser Bräustüberl ist bekannt für seine urige Atmosphäre. Wenn draußen der Winterwind pfeift, sitzt man drinnen an schweren Holztischen bei einer deftigen Brotzeit. Solange der Vorrat reicht, gibt es hier klassische Bayrische Kost – von der Gulaschsuppe bis zum Sauerkraut mit Andechser Brot.
Übrigens: Heute ist das Kloster das einzige seiner Art in Deutschland, das ohne staatliche Kirchensteuergelder auskommt. Es finanziert sich vollständig selbst durch seine Brauerei, die Gastronomie und die Landwirtschaft.