In Bayern sind die Großstadt und der Berg direkte Nachbarn und wer sich nach einem großartigen Ausblick in luftigen Höhen sehnt, der hat es hier nicht weit. Egal ob Skifahrer, Wanderer, oder Kletterer, in den bayerischen Bergen kommen Outdoorsport-Fans voll auf ihre Kosten. Dabei habt ihr die Wahl zwischen lebhaften Hotspots wie der Zugspitze oder einsamen Gipfeln wie dem Hochwanner. Solltet ihr weniger gut zu Fuß sein, beispielsweise weil ihr körperlich eingeschränkt seid, müsst ihr trotzdem nicht auf Bergluft mit fantastischem Blick verzichten. Im Wettersteingebirge bei Garmisch-Partenkrichen erwartet euch eine Aussichtsplattform, die Nervenkitzel mit Panorama kombiniert.
Berg- und Talblick

In etwa 2050 Metern Höhe befindet sich die Aussichtsplattform aus Stahl, die auf zwei freischwebenden Armen über den Felsen hinausragt. Die überkreuzten Arme bilden ein X, was dem AlpspiX auf der Alpspitze seinen Namen verleiht. Von hier blickt ihr über das Wettersteingebirge und ihr seht u. a. die Zugspitze, die Waxensteine und die Alpspitz-Nordwand. Am Ende der 25 Meter langen Plattform befindet sich eine schräge Glaswand und der Boden besteht aus Gittern, sodass ihr 1.000 Meter hinab in die Tiefen des Höllentals blicken könnt.
Der AlpspiX ist damit wahrlich nichts für Menschen mit Höhenangst. Er eignet sich dafür aber für weniger trittfeste Personen, für Senioren und Menschen im Rollstuhl. Familien mit Kindern kombinieren ihren Ausflug zur Panoramaplattform mit einer kleinen Wanderung über den Natursteig Osterfelder. Hier könnt ihr auf verschiedenen interaktiven Stationen mehr über die Berge lernen und euch in Bewegung bringen. Der Weg ist in drei Etappen gegliedert, die ihr nach Wunsch und Ausdauer auch überspringen könnt.
Mit der Gondel zum AlpspiX

Um zum AlpspiX zu gelangen, nehmt ihr am besten die Alpspitzbergbahn, die euch von Grainau hinauf ins Skigebiet Garmisch Classic bringt. Von der Bergstation ist es nicht weit bis zum AlpspiX, wo ihr den Weit- und Tiefblick über Berg und Tal genießen könnt. Seit 2010 befindet sich die 30 Tonnen schwere Konstruktion bereits hier, deren Bauteile mit 60 Helikopterflügen auf den Berg gebracht worden waren.
Seid ihr sportlich unterwegs und wollt noch den eigentlichen Gipfel der Alpspitze erklimmen, könnt ihr das von der Bergbahn aus über eine Via Ferrata oder über den Normalweg. Vergesst nicht, euch im Gipfelbuch zu verewigen, bevor ihr euch wieder auf den Weg hinab macht. Einkehren könnt ihr im Osterfelder 2000 an der Bergstation der Alpspitzbahn, wo euch hausgemachte alpine Küche erwartet. Sie befindet sich direkt neben dem AlpspiX und von der Sonnenterrasse habt ihr ebenfalls einen wunderschönen Blick über die Bergwelt.
Die Talstation der Alpspitzbergbahn erreicht ihr von München aus in ca. 70 Minuten mit dem Auto oder in zwei Stunden mit dem Zug. Nehmt hierzu den RB nach Garmisch-Partenkirchen und steigt dann um auf den Bus 322 Richtung Kreuzeck. Von der Haltestelle sind es dann noch knappe 10 Minuten Fußweg bis zur Talstation.