Wir alle kennen es: Vor jedem Flug wägt man genau ab, welche Flüssigkeiten unbedingt mit müssen und was vielleicht doch zu Hause bleiben kann. Dann füllt man die auserwählten Produkte in kleinere Verpackungen um oder kauft direkt die Reisegröße. Und das alles nur wegen der 100-ml-Regel, die das mitführen größerer Mengen Flüssigkeit verboten hatte. Glücklicherweise müsst ihr euch künftig keine Gedanken mehr darum machen, wenn ihr vom Münchner Flughafen abfliegt, denn die Handgepäcksregel ist ab diesem Freitag passé.
Lockerungen dank CT-Scanner möglich

Wer dieser Tage in München in ein Flugzeug steigt, sollte sich noch an die alte Handgepäcksregel halten. Diese sieht vor, dass Flüssigkeiten nur in Packungsgrößen mit einen maximalen Fassungsvolumen von 100 ml mitgeführt werden dürfen. Diese müsst ihr wiederum in einen durchsichtigen, verschließbaren Beutel packen, der höchsten einen Liter fassen darf. Dies diente in erster Linie der Sicherheit, damit niemand Flüssigsprengstoff ins Flugzeug bringen konnte.
Mittlerweile sind an vielen Flughäfen jedoch Computertomografen im Einsatz, die dazu in der Lage sind, Sprengstoff zu erkennen und größere Flüssigkeitsmengen zu erfassen. Zwar sind in München bereits seit 2019 CT-Scanner im Einsatz, die flächendeckende Aufrüstung nahm aber einige Jahre Anspruch. Deswegen war die alte Handgepäcksregeln noch teilweise in Kraft. Dies soll sich zum Wochenende hin aber ändern – pünktlich zum Start der Wiesn.
Das erlaubt die neue Handgepäcksregel

Ab Freitag, den 18. September könnt ihr euch das mühevolle Umfüllen und Abwägen endlich sparen. Stattdessen dürft ihr nun Behälter mit einem Fassungsvermögen von bis zu 2 Litern mitnehmen! Darüber hinaus müsst ihr diese nicht mehr auspacken, sondern könnt sie in eurem Gepäckstück lassen. Damit wird auch der durchsichtige Beutel überflüssig und ihr könnt ganz entspannt abfliegen. Andere bayerische Flughäfen schlagen ähnliche Wege ein. So gilt die alte Handgepäcksregel in Nürnberg schon seit Mai nicht mehr und Memmingen will in Zukunft ebenfalls mit CT-Scannern nachrüsten.
Allerdings solltet ihr bedenken, dass für den Rückflug wieder andere Regelungen gelten könnten. Informiert euch dementsprechend vorab, über welche Ausstattung euer Abflughafen im Ausland verfügt und welche Regeln vor Ort in Kraft sind. So erspart ihr euch böse Überraschungen und könnt die richtigen Vorkehrungen treffen.