Am 27. September war es mal wieder Zeit für die jährliche Wiesn-Halbzeitbilanz. Die ersten sieben Tage auf der Theresienwiese sind vorüber und das erste Fazit von Festleiter Christian Scharpf fällt äußerst positiv aus. Begünstigt durch sonniges Spätsommerwetter zog es bislang circa 3,8 Millionen Besucher auf das Gelände. Das ist ein spürbares Plus gegenüber den 3,5 Millionen Gästen aus dem Vorjahr. Weil sich der Publikumsandrang vor allem auf die Werktage verteilte, blieb die Lage auf den Feststraßen vergleichsweise entspannt und bot ideale Bedingungen zum Schlendern. Insgesamt konnte ein erstaunlicher Zuwachs von 18,5 Prozent zwischen Montag und Donnerstag festgestellt werden. Wir zeigen euch, welche Entwicklungen und Überraschungen die erste Festwoche prägten!
Das sind die Trends auf der Wiesn 2026
Dieses Jahr gibt es laut dem Verein der Münchner Brauereien eine interessante Veränderung bei den Bierbestellungen. Während der Ausschank von klassischem Festbier um 1,4 Prozent sank, legte die alkoholfreie Variante um 4,5 Prozent zu. Als überraschendes Trend-Getränk etablierte sich zudem das saure Radler, ein Mischgetränk aus Bier und Mineralwasser. Großer Beliebtheit erfreute sich zudem das Weißbier mit einer erhöhten Nachfrage von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf den Tellern dominieren weiterhin Hendl und Bratwürste als unangefochtene Klassiker, während auch vegetarische und vegane Optionen ein leichtes Plus verzeichnen.
An den Souvenirständen ziehen die Lebkuchenherzen die Aufmerksamkeit auf sich: Vor allem internationale Besucher lassen sich die bayerischen Sprüche übersetzen. Eine ebenfalls hohe Nachfrage haben die Edelweiß- und Breze-Pins, die den Beziehungsstatus der Oktoberfest-Besucher einordnen können. Überraschend ist ein Rückgang der Fundsachen im Vergleich zu 2025: Dieses Jahr wurden 40 Prozent weniger Gegenstände im Fundbüro abgegeben. Neben Kleidungsstücken, Ausweisen und Portemonnaies lässt sich ein Bildband über Tibet als das bisher verrückteste Fundstück herausstellen.
Musikalisch hat sich noch kein eindeutiger Dauerbrenner etabliert, die besten Chancen auf den Titel des Wiesn-Hits 2026 hat aktuell jedoch das Duo GroßstadtEngel mit dem Titel „Gute Laune“. Ebenso ließ sich eine echte Premiere verzeichnen: Der Veranstalter „Gostosinho“ bringt erstmalig eine brasilianische Wiesn-Party auf das Münchner Oktoberfest.
Die Wiesn-Halbzeitbilanz 2026 in Zahlen
👥 Wiesn-Besucher: 3,8 Millionen Gäste auf der Theresienwiese
🍺 Bierkonsum: Festbier -1,4 %, Alkoholfreies Bier +4,5 %, Weißbier +15 %
🔎 Fundgegenstände: 800 Fundsachen, darunter 335 Ausweise, 300 Kleidungsstücke, 210 Geldbeutel, 160 Bankkarten, 135 Handys und vieles mehr
🍻 Geklaute Maßkrüge: Bisher wurden rund 52.000 Maßkrüge vom Ordnerpersonal abgenommen.