Ein humanoider Roboter, bekleidet mit traditioneller Lederhose, kariertem Hemd, Sonnenbrille und Hut, zieht derzeit im Westend die Blicke der Passanten auf sich. Die Maschine spaziert über die Gehwege, macht Halt an der Bavaria, und reagiert auf die Menschen in der unmittelbaren Umgebung. Die einen finden es sympathisch, die anderen befremdlich – so oder so erregt der Westend-Roboter gerade viel Aufmerksamkeit. Warum hinter dem kleinen Kerlchen mehr steckt, als ein bloßer Street Gag.
Münchens neuster Online-Star
Er rennt, tanzt und boxt in die Luft. Der Westend-Roboter sorgt gerade für viel Aufsehen, nicht nur auf den Straßen der Schwanthaler Höhe, sondern auch online. Familien beobachten die mechanischen Bewegungen, Jugendliche und Kinder geben dem Androiden auf der Straße ein High Five, wieder andere machen Bilder mit ihm oder filmen Videos.
Diese landen in den sozialen Medien, wo sie tausendfach geklickt werden. Einen eigenen Instagram-Account hat der Westend-Roboter auch schon, wo er seine Künste zur Schau stellt. Die Meinungen gehe auseinander: Viele finden es witzig oder sind von der fortschrittlichen Technologie begeistert – andere finden es eher unheimlich. Was für viele Beobachter im ersten Moment wie ein witziger Straßen-Gag aussieht, ist ein Projekt, um auf die rasante Entwicklung humanoider Roboter aufmerksam zu machen.
Berührungsängste abbauen
Auch wenn der Westend-Roboter in bayersicher Tracht daher kommt, so hat er seine Ursprünge in China. Das Modell R1 der Firma Unitree Robotics hat diesen Sommer seinen Weg aus Asien nach München gefunden und gehört einem Mann, der selbst im Westend lebt. Er verfolgt mit den öffentlichen Spaziergängen ein klares Ziel: Die moderne Technologie direkt in den städtischen Alltag zu integrieren. Durch die vertrauten Lederhosen und das Auftreten im öffentlichen Raum sollen Berührungsängste in der Bevölkerung abgebaut werden.
Die unerwarteten Begegnungen auf dem Bürgersteig machen die Fortschritte der Robotik für die Anwohner unmittelbar erlebbar und greifbar. Der Westend-Roboter setzt seine Touren durch das Viertel fort und bietet den Menschen vor Ort weiterhin die Gelegenheit für eine direkte Begegnung mit der neuen Technik. Vielleicht könnt ihr ihm demnächst ja selbst einmal Hallo sagen und euch von seinem Können überzeugen.