Der Jahresstart in München zieht sich regelmäßig etwas hin. Während es in der Stadt dennoch zahlreiche Unternehmungsmöglichkeiten gibt, lohnt sich gerade jetzt im Winter der Blick über den Tellerrand hinaus. Denn nur knapp eine Stunde östlich unserer Landeshauptstadt findet ihr einen Ort, der physikalisch eigentlich unmöglich erscheint. Eine Stadt, die mit Sicherheit zu den besten Ausflugstipps rund um München gehört, ist Wasserburg am Inn. Denn dieser kleine Ort liegt auf einer Halbinsel, die fast vollständig vom Fluss umschlossen wird.
Wenn der Fluss am Ufer leicht zu frieren beginnt, entfaltet Wasserburg eine fast melancholische Schönheit. Es ist der perfekte Ort für alle, die dem Münchner Alltag entfliehen wollen, ohne in die oft überfüllten Skigebiete zu fahren.
Das „Venedig Bayerns“ im Winterschlaf

Das Besondere an Wasserburg ist seine Topographie: Der Inn macht hier eine so enge Schleife, dass die Altstadt nur über eine schmale Landzunge erreichbar ist. Aufgrund der engen Bebauung und der direkten Lage am Wasser wird die kleine Stadt oft mit Venedig verglichen. Doch statt Gondeln findet man hier massive Mauern, die seit Jahrhunderten dem Hochwasser trotzen.
Übrigens: Die Altstadt mit ihren Pastellfassaden liegt in einer tiefen Kesselschlucht. Wenn man von der sogenannten „Schönen Aussicht“ am Steilufer hinabblickt, sieht man die gesamte Stadt wie auf einem silbernen Tablett im Flussbett liegen. Ein unverwechselbarer Panoramablick!
Berühmte Spuren und historische Tiefe

Wasserburg war einst eine der reichsten Städte Bayerns, was man dem prunkvollen Rathaus und den herrschaftlichen Bürgerhäusern noch heute ansieht. Ein erstes Rathaus wurde vermutlich bereits um 1300 in der Stadt errichtet. Trotz aller späteren Umbauten und Erneuerungen hat es sich seinen spätgotischen Charakter bewahrt und ist eine echte Sehenwürdigkeit.
Rund um die Altstadt findet ihr eine Menge historischer Häuser. Gegenüber vom Rathaus könnt ihr sogar eine der bedeutendsten spätbarocken Stuckfassaden in Süddeutschland bewundern! Falls es nach dem gemütlichen Stadtrundgang zu kalt werden solltet, stehen die Türen des Museums offen. Bei besserem Wetter könnt ihr auch eine Schifffahrt auf der Inn unternehmen.