Der Name deutet auf nordische Mythologie hin, das Aussehen erinnert an griechische Antike. Tatsächlich wurde diese Gedenkstätte aber von Ludiwg I. von Bayern in Auftrag gegeben und liegt an der Donau nahe Regensburg. In dieser Gedenkstätte wurden Kaiser, Könige, Forscher und Künstler geehrt. Einziges Kriterium: „teutscher Zunge zu seyn“.
Der langwierige Bau der Ruhmeshalle

Bereits 1807 wollte Ludwig I. mit dem Bau der Halle beginnen. Doch die Planung verzögerte sich, sodass die ersten Büsten längst fertig waren, bevor auch nur der Grundstein für den Tempel gelegt worden war. Als Bauort zog man zunächst den Englischen Garten in München in Erwägung, entschloss sich aber schließlich, den Bau außerhalb der Stadt anzulegen.
Zusammen mit dem Architekten Leo von Klenze entschied man sich schließlich 1825 für den Bräuberg in Donaustauf oberhalb des Donautals. Fünf Jahre später wurde schließlich der Grundstein gelegt. 1842 stellte Klenze die Gedenkstätte schließlich fertig: Die Walhalla wurde eröffnet. Benannt wurde sie nach dem Walhall der nordischen Mythologie, die Ruhestätte für gefallene Krieger. Mit Kosten von 4 Millionen Gulden war sie das teuerste Projekt Ludwigs. Über 200 deutschsprachige Männer und Frauen sind in der Walhalla verewigt.
Die Walhalla von Außen

Der gesamte Bau misst 125 Meter Länge und 55 Meter Höhe. Angelehnt wurde die Gedenkstätte klar an antiken griechischen Tempeln, wie unter anderem die dorische Säulenordnung erkennen lässt. Das Parthenon in Athen galt als Vorbild für die Walhalla. Auch bei ihr handelt es sich um einen Peripteros, einen sogenannten Ringhallentempel. Das Giebelrelief entstand durch den bayrischen Bildhauer Ludwig Michael Schwanthaler. Sowohl die Halle selbst als auch der Außenbau sind mit Marmor verkleidet.
Die Innenarchitektur der Walhalla

Im Inneren der Ruhmeshalle befinden sich 132 Büsten und 65 Gedenktafeln. Optisch getrennt werden diese durch einen umlaufenden Fries, der die Geschichte der Germanen abbildet. Weiter befinden sich in der Walhalla 12 Marmorsessel und 8 Marmorleuchter. Die Halle selbst ist in drei Abteile unterteilt. Auch in jüngerer Zeit werden noch Büsten hinzugefügt, wie die von Gotthold Ephraim Lessing oder Sophie Scholl.
Die Walhalla heute
Die Walhalla könnt ihr sowohl mit dem Auto als auch dem öffentlichen Nahverkehr erreichen. Mit dem Auto benötigt ihr ca. 90 Minuten von München. Alternativ nehmt ihr den Zug Richtung Regensburg und steigt dort in den Bus um.
Bewundert die erstaunliche Architektur und lasst euch auf den Stufen nieder, von wo aus ihr den „Walhallablick“ über die Donau genießen könnt. Seid jedoch vorsichtig, denn schon mancher Besucher ist von den mächtigen Steinstufen gestürzt. Die Walhalla könnt ihr auch von innen besichtigen. Die Tickets könnt ihr online erwerben. Ergänzend gibt es einen Audioguide, der euch durch die Marmorhalle führt.