Manchmal hat man das Gefühl, jeden Monat strahlt ein Supermond am Himmel über München. Und tatsächlich steht uns am kommenden Wochenende bereits der zweite Vollmond des Jahres 2026 bevor. Traditionell trägt jeder dieser Monde einen speziellen Namen, der auf alte Bräuche zurückgeht. Im Februar ist dies der sogenannte Schneemond. Die Bezeichnung ist Programm: Statistisch gesehen gilt der Februar oft als der Monat mit den intensivsten Schneefällen. Das solltet ihr über den kommenden Schneemond über München wissen.
Die Symbolik hinter dem Vollmond

Die Wurzeln dieses Namens liegen bei den nordamerikanischen Ureinwohnern, den Algonkin. Sie beobachteten die starken winterlichen Niederschläge und benannten den Mond danach. Doch astronomisch oder wissenschaftlich gesehen gibt es keine direkte Verbindung zwischen dem Mondstand und dem Wetter. Die Namen sind rein kulturell geprägt. So kannte man ihn in Europa früher eher als Hungermond, da die Vorräte im Winter zur Neige gingen.
Ein Vollmond entsteht immer dann, wenn unser Mond von der Erde aus betrachtet exakt gegenüber der Sonne steht und somit voll angestrahlt wird. Abseits der Physik ist er seit jeher ein mächtiges Symbol. In der Spiritualität verkörpert er Energie, Vollendung und Klarheit. Viele glauben, dass er die irdischen Kräfte beeinflusst. Im Buddhismus ist die Vollmondnacht sogar heilig.
So seht ihr den Schneemond 2026 über München

Wer dieses besondere Himmelsspektakel über München beobachten möchte, sollte sich den 1. Februar im Kalender markieren. Ab etwa 23:00 Uhr zeigt sich der Schneemond in seiner vollen Rundung. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Mond im Sternbild Krebs in der Nähe des berühmten Bienenstock-Sternhaufens.
Auch wenn die exakte Vollphase erst spät nachts ist, lohnt sich der Blick schon ab ca. 17:30 Uhr. Dann geht der Mond im Osten auf. Da für Anfang Februar frostige Temperaturen und zeitweise Schneefälle vorhergesagt sind, stehen die Chancen gut, dass der Name dieses Jahr Programm ist und die Münchner Parks in weißem Licht erstrahlen.
Ähnlich wie im Vormonat wird er am Himmel ein Stückchen kleiner erscheinen als gewohnt. Das liegt daran, dass er sich auf seiner elliptischen Bahn momentan in einem erdfernen Bereich befindet. So wir der Schneemond zwar ein optisch dezenter, aber dennoch wunderschöner Anblick.